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Corona: Regierung weist Bericht über Astrazeneca-Impfstoff zurück


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Regierung weist Bericht über Astrazeneca-Impfstoff zurück

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Impfung in Essen: Wird der Impfstoff von Astrazeneca auch für Menschen über 65 Jahren zugelassen?
Impfung in Essen: Wird der Impfstoff von Astrazeneca auch für Menschen über 65 Jahren zugelassen? (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago-images-bilder)
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Wirkt der Impfstoff von Astrazeneca nicht gut genug bei Menschen, die über 65 Jahre alt sind? Medien hatten dies berichten. Das Unternehmen wie die Bundesregierung dementieren

Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs der Firma Astrazeneca bei über 65-Jährigen zurückgewiesen. Aktuelle Berichte dazu könne man nicht bestätigen, erklärte ein Sprecher am Dienstag. Lag möglicherweise eine Verwechslung vor?

Das "Handelsblatt" berichtete, nach Angaben aus Koalitionskreisen rechne die Bundesregierung nur mit einer Wirksamkeit von acht Prozent bei über 65-Jährigen. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber.

Das Ministerium erläuterte, auf den ersten Blick scheine es so, dass Dinge durcheinander gebracht wurden: Rund acht Prozent der Probanden der Astrazeneca-Wirksamkeitsstudie seien zwischen 56 und 69 Jahre alt gewesen, nur 3 bis 4 Prozent über 70 Jahre. Daraus lasse sich aber nicht eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei Älteren ableiten.

EMA-Freigabe für Freitag erwartet

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) werte die Studien aus, erklärte das Ministerium. Bekannt sei seit dem Herbst, dass in den ersten eingereichten Studien von Astrazeneca weniger Ältere beteiligt gewesen seien als bei Studien anderer Hersteller. Mit dem Ergebnis der Auswertung durch die EMA sei an diesem Freitag zu rechnen. In Großbritannien wird der Impfstoff bereits in großem Stil eingesetzt.

Der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca widersprach der Darstellung vehement. Berichte, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffs bei Menschen über 65 Jahren nur bei acht Prozent liege, seien komplett falsch, teilte ein Sprecher am Dienstag mit.

Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschließe. Auch habe ein Beratungskomitee für Impfungen den Einsatz des Impfstoffs bei Senioren unterstützt. Zudem habe eine im November im Fachblatt "Lancet" veröffentlichte Studie gezeigt, dass der Impfstoff auch bei Senioren eine starke Immunantwort auslöse. Allerdings heißt es in einer späteren "Lancet"-Veröffentlichung auch, dass es wegen geringer Fallzahlen in der entscheidenden klinischen Studie noch wenig Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen gebe.

Ältere Menschen werden in Deutschland wie auch in Großbritannien und anderen Ländern mit Priorität geimpft, weil sie ein besonders großes Risiko für schwere Verläufe bei Covid-19 haben. Deshalb ist es wichtig, dass ein Impfstoff gerade auch Senioren gut schützt. Zuletzt hatte es Streit gegeben, weil Astrazeneca vorerst weniger Impfstoff an die EU liefern will als zugesagt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa
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