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K-Frage: Klöckner fordert "Entscheidungsrat" von CSU und CDU

Nach Streit um Kanzlerkandidatur  

Klöckner fordert "Entscheidungsrat" für Union

21.04.2021, 18:12 Uhr | sle, dpa

K-Frage: Klöckner fordert "Entscheidungsrat" von CSU und CDU. Julia Klöckner: Die Bundeslandwirtschaftsministerin will künftig neuen Prozess in der Kanzlerkandidatenfrage. (Quelle: imago images/JaninexSchmitz)

Julia Klöckner: Die Bundeslandwirtschaftsministerin will künftig neuen Prozess in der Kanzlerkandidatenfrage. (Quelle: JaninexSchmitz/imago images)

Söder oder Laschet? Die Suche nach einem Kanzlerkandidaten hatte in der Union für Streit gesorgt. CDU-Politikerin Julia Klöckner fordert nun Konsequenzen für die Zukunft.

Die stellvertretende CDU-Chefin Julia Klöckner hat als Konsequenz aus den Auseinandersetzungen um die Kanzlerkandidatur einen gemeinsamen "Entscheidungsrat" von CDU und CSU vorgeschlagen. Ein solches Gremium könne etwa für gemeinsame Kandidatenfindungen und Wahlprogramme wie zum Beispiel bei der Europawahl 2024 eingesetzt werden, sagte die Chefin der rheinland-pfälzischen CDU. 

"Damit hätten die Mitglieder und alle Beteiligten Klarheit", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch im rheinland-pfälzischen CDU-Landesvorstand und unter den Kreisvorsitzenden hatte es große Unterstützung für Söder gegeben.

Klöckner: Union soll für die Zukunft lernen

Klöckner, die sich hinter Laschet gestellt hatte, sagte nun: "Die Entscheidungswege für die Benennung des Kanzlerkandidaten von CDU und CSU haben unsere Parteimitglieder herausgefordert." Es gebe kein klares, kein geordnetes Verfahren, wie die Schwesterparteien ihren Kanzlerkandidaten oder ihre Kanzlerkandidatin bestimmten. "Wenn der Vorstand der CDU etwas anderes beschließt als der Vorstand der CSU, dann kommt es zu langem Ringen."

Daraus solle die Union für die Zukunft lernen, forderte Klöckner. "Wir benötigen einen gemeinsamen Entscheidungsrat von CDU und CSU, für Fragen, die beide Schwesterparteien betreffen, damit Situationen nicht verfahren und damit unsere Parteien nicht über die Maßen auf die Probe gestellt werden." Klar sei: "Die maximale Stärke und Überzeugungskraft hat die Union nur dann, wenn sie sich als Schwesterpartei nicht gegenseitig Energie nimmt, sondern sich gemeinsam trägt und ihre Fähigkeiten addiert."

Am Montag fiel die Entscheidung in der Union auf Armin Laschet als Kanzlerkandidat. Zuvor hatte sich der CDU-Bundesvorstand auf den NRW-Ministerpräsidenten verständigt und CSU-Chef Markus Söder seine Kandidatur zurückgezogen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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