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Omikron und die kritische Infrastruktur

Von dpa
Aktualisiert am 24.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Im Nahverkehr haben Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Angebot eingeschrÀnkt.
Im Nahverkehr haben Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Angebot eingeschrÀnkt. (Quelle: Annette Riedl/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Ist es nur die Ruhe vor dem Sturm oder treten die BefĂŒrchtungen wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante doch nicht ein? Seit Wochen ist die Politik in großer Sorge wegen möglicher AusfĂ€lle in wichtigen Bereichen der Infrastruktur des Landes.

Am Montag war das erneut Thema bei den Beratungen von Bund und LÀndern. Vor dem Jahreswechsel wurden bereits KontaktbeschrÀnkungen weiter verschÀrft. Daneben wurden auch Isolations- und QuarantÀnevorgaben gelockert, damit nicht zu viel Personal gleichzeitig ausfÀllt. Einige Bereiche melden inzwischen Probleme, andere nicht.

Energie und Wasser

Energie- und Wasserversorger bezeichnen die Lage momentan als "weiterhin entspannt". Besonders fĂŒr Leitwarten und Entstörungsdienste werde die Lage aber regelmĂ€ĂŸig neu bewertet, heißt es beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. "Insbesondere fĂŒr das KernschlĂŒsselpersonal bestehen seit Beginn der Pandemie besondere vorsorgende Schutzmaßnahmen, um den Eintrag und die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern." Zu den NotfallplĂ€nen zĂ€hlen demnach etwa SchichtplĂ€ne mit lĂ€ngeren Arbeitszeiten, Kontaktverbote zwischen Teams und die Reaktivierung kĂŒrzlich in Rente gegangener Mitarbeiter. Bislang mĂŒssten aber keine Maßnahmen verschĂ€rft werden.

"Aktuell gehen 90 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen davon aus, den Betrieb auch ĂŒber die kommenden Wochen hinweg aufrecht zu erhalten, selbst wenn 30 Prozent der Mitarbeiter ausfallen sollten", sagte Ingbert Liebing, der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes kommunaler Unternehmen, dessen Mitglieder neben Energie- und Wasserbetrieben auch MĂŒllabfuhren, Straßenreinigung und Telekommunikationsanlagen betreiben. Bei höheren Ausfallzahlen sprach er sich dafĂŒr aus, den Einsatz von symptomlosen Infizierten in SchlĂŒsselpositionen zu erlauben. Liebing betonte jedoch: "Derzeit ist durch die Omikron-Variante kein erhöhtes Risiko fĂŒr die Ver- und Entsorgungssicherheit zu befĂŒrchten."

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Öffentliche Verkehrsmittel

Im Nahverkehr haben dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zufolge nur die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Angebot eingeschrĂ€nkt. In der Hauptstadt sind die Infektionszahlen besonders hoch. Weitere Verkehrsunternehmen mit AngebotseinschrĂ€nkungen seien nicht bekannt, teilte der VDV auf Anfrage mit. Bei der Deutschen Bahn ist der Krankenstand nach Gewerkschaftsgaben zwar inzwischen höher als ĂŒblich. Es gibt aber noch keine PersonalengpĂ€sse, die zu einer EinschrĂ€nkung des Zugverkehrs fĂŒhren wĂŒrden. "Aktuell lĂ€uft der Betrieb ruhig und weitgehend reibungslos", teilte der Konzern mit.

Logistik

Alarmmeldungen gibt es aus der Logistik-Branche bisher nicht: Es seien keine außergewöhnlich hohen KrankenstĂ€nde zu verzeichnen", teilte ein Sprecher des Bundesverbands Spedition und Logistik mit. "Die SpeditionshĂ€user sind im Umgang mit dem anhaltenden Pandemiegeschehen inzwischen Ă€ußerst routiniert, so dass trotz dĂŒnner Personaldecken absehbar keine versorgungsrelevanten AusfĂ€lle grĂ¶ĂŸeren Ausmaßes fĂŒr die Bevölkerung zu befĂŒrchten sind."

Kliniken

Weniger positive RĂŒckmeldungen kommen dagegen aus den Kliniken. Dort werden derzeit ĂŒberdurchschnittlich hohe PersonalausfĂ€lle beklagt. Fast drei Viertel der KrankenhĂ€user berichten von höheren PersonalausfĂ€llen in patientennahen Bereichen als um diese Jahreszeit ĂŒblich, wie aus einer Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts unter mehr als 240 Kliniken von Mitte der Woche hervorgeht. Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte der dpa: "Die Daten lassen vermuten, dass die deutlich höheren PersonalausfĂ€lle auf Omikron-Infektionen bei Krankenhausmitarbeitenden zurĂŒckzufĂŒhren sind."

Jedes zweite Krankenhaus gab in der Umfrage an, wegen des Personalmangels derzeit seine Betten auf den Allgemeinstationen nicht voll betreiben zu können, fast jedes zweite sagt dies ĂŒber seine Intensivstationen. Besonders hoch ist der Krankenstand nach Angaben der Krankenhausgesellschaft unter den PflegekrĂ€ften.

Bei weiter so rasant steigenden Corona-Infektionszahlen sieht die Ärzteorganisation Marburger Bund die Kliniken bereits in wenigen Tagen an ihrer Belastungsgrenze. "SpĂ€testens Anfang Februar wird es in den KrankenhĂ€usern deutschlandweit sehr eng werden, wenn die Infektionszahlen weiterhin in diesem Tempo steigen", sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Schulen

Der PrĂ€sident des Deutschen Lehrerverbands sprach vor wenigen Tagen im Interview bei "Welt" von einem "permanenten Ausnahmezustand" an den meisten Schulen, von "deutlich erhöhten Infektionszahlen" und gestiegenen QuarantĂ€nemaßnahmen bei LehrkrĂ€ften und SchĂŒlern. Die aktuellsten Zahlen der Kultusministerkonferenz zur Corona-Lage an Schulen in der Woche vom 10. bis 16. Januar, als alle BundeslĂ€nder nach den Weihnachtsferien wieder zurĂŒck im Schulbetrieb waren, bestĂ€tigen das nur zum Teil.

Demnach waren an deutschlandweit gut 28.000 Schulen und Berufsschulen mit etwa 10 Millionen SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, zu denen RĂŒckmeldungen aus den BundeslĂ€ndern vorlagen, 77.000 Corona-FĂ€lle bei SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern bekannt, 10.000 weniger als vor Weihnachten, und darĂŒber hinaus 111.000 QuarantĂ€ne-FĂ€lle, genauso viele wie vor den Weihnachtsferien. Bei den knapp 900 000 in die Statistik einbezogenen LehrkrĂ€ften gab es einen Anstieg: 5900 Corona- und 3700 QuarantĂ€ne-FĂ€lle waren bekannt. Vor Weihnachten waren es 5300 und 2700.

Handel

Im deutschen Einzelhandel halten sich die Auswirkungen der Omikron-Welle auf den Krankenstand bisher noch in Grenzen. "Die Unternehmen berichten uns aktuell noch nicht von einem erhöhten Personalausfall durch Corona-Erkrankungen", sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der dpa. Man habe aber Vorbereitungen getroffen, wie Stellvertreter-Regelungen und Rotationsmodelle.

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