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Bischofskonferenz schweigt zu Benedikts Falschaussage

Von dpa
25.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Die deutschen Bisch├Âfe teilen mit, sie sp├╝rten "den erheblichen Vertrauensverlust" und verst├╝nden das gro├če Misstrauen, das ihnen aus der Gesellschaft und von den Gl├Ąubigen entgegengebracht werde (Symbolbild).
Die deutschen Bisch├Âfe teilen mit, sie sp├╝rten "den erheblichen Vertrauensverlust" und verst├╝nden das gro├če Misstrauen, das ihnen aus der Gesellschaft und von den Gl├Ąubigen entgegengebracht werde (Symbolbild). (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa./dpa)
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W├╝rzburg/M├╝nchen (dpa) - Der St├Ąndige Rat der Deutschen Bischofskonferenz in W├╝rzburg hat sich nicht zu einer Stellungnahme zu der Falschaussage des emeritierten Papstes Benedikt XVI. durchringen k├Ânnen.

In einer am Dienstag verbreiteten Presseerkl├Ąrung hei├čt es lediglich, das am Donnerstag ver├Âffentlichte M├╝nchner Missbrauchsgutachten habe die Bisch├Âfe tief ersch├╝ttert. "Dadurch, dass auch das Wirken des fr├╝heren Papstes Benedikt XVI. als Erzbischof von M├╝nchen und Freising Untersuchungsgegenstand war, und durch dessen Einlassungen hat das Gutachten eine besondere Aufmerksamkeit erfahren."

Benedikt hatte am Montag einger├Ąumt, bei seiner Stellungnahme f├╝r das Missbrauchsgutachten an einer wichtigen Stelle eine falsche Aussage gemacht zu haben. Diese gehe aber auf ein "Versehen bei der redaktionellen Bearbeitung" seiner Stellungnahme zur├╝ck, hatte sein Privatsekret├Ąr Georg G├Ąnswein mitgeteilt. Benedikts Verhalten l├Âste international Kritik aus.

Der Passauer Bischof Stefan Oster sagte der "Passauer Neuen Presse", er wundere sich ├╝ber Benedikts Erkl├Ąrung. "Ich frage mich nat├╝rlich, wie diese 82-seitige Stellungnahme, die seine Unterschrift tr├Ągt, entstanden ist." Er habe Benedikt immer als grundehrlichen Menschen erlebt.

In dem M├╝nchner Gutachten war neben Benedikt - fr├╝her Kardinal Joseph Ratzinger - auch dessen Nachfolger Friedrich Wetter, beschuldigt worden. Dieser entschuldigte sich am Dienstag f├╝r seine "falsche Entscheidung" in einem prominenten Missbrauchsfall. Der betreffende Pfarrer h├Ątte nicht mehr in der Seelsorge eingesetzt werden d├╝rfen, hie├č es in einer Erkl├Ąrung, die das Erzbistum in Wetters Auftrag ver├Âffentlichte. "Es tut mir von Herzen leid." In anderen F├Ąllen bestreitet der 93 Jahre alte Kardinal ein Fehlverhalten allerdings vehement.

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In Wetters Amtszeit f├Ąllt die Versetzung eines wegen sexuellen Missbrauchs rechtskr├Ąftig verurteilten Priesters in eine andere Gemeinde in Garching an der Alz - wo er erneut Jungen missbraucht haben soll. F├╝r diesen Fall gilt die Entschuldigung, die Wetter nun formulierte.

Die deutschen Bisch├Âfe teilten in ihrer Stellungnahme mit, sie sp├╝rten "den erheblichen Vertrauensverlust" und verst├╝nden das gro├če Misstrauen, das ihnen aus der Gesellschaft und von den Gl├Ąubigen entgegengebracht werde. Eine Umfrage hatte k├╝rzlich ergeben, dass die Bundesb├╝rgerinnen und Bundesb├╝rger mittlerweile kaum einer Institution in Deutschland so wenig vertrauen wie der katholischen Kirche.

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