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Atomkonzerne: Hohe HĂŒrden fĂŒr LaufzeitverlĂ€ngerung

Von dpa
Aktualisiert am 08.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Als letzter Meiler abgeschaltet wird unter anderem spÀtestens am 31.
Als letzter Meiler abgeschaltet wird unter anderem spÀtestens am 31. Dezember das Kraftwerk Emsland. (Quelle: Friso Gentsch/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die wegen des Ukraine-Kriegs befĂŒrchteten EngpĂ€sse beim Gas- und Kohleimport lassen sich nach EinschĂ€tzung der deutschen Atomkonzerne kaum schnell durch lĂ€ngere Laufzeiten der Kernkraftwerke ausgleichen.

Eine Sprecherin von PreussenElektra, eine Eon-Tochterfirma, wies darauf hin, dass die Lieferung neuer BrennstĂ€be lange dauern wĂŒrde. "Nach einer ersten AbschĂ€tzung gehen wir davon aus, dass frische Brennelemente in gut 1,5 Jahren zur VerfĂŒgung stehen könnten", sagte sie der "Rheinischen Post". Zudem mĂŒssten sich die Konzerne dann wohl neue Uran-Lieferanten suchen. "In den letzten Betriebsjahren unserer Kraftwerke haben wir das fĂŒr die Brennelemente benötigte Uran aus Kasachstan und Russland sowie in geringen Mengen aus Kanada bezogen."

GrĂŒne raten von lĂ€ngeren Atom-Laufzeiten ab

Vor einem heutigen Treffen der Energieminister von Bund und LĂ€ndern sagte die RWE-Sprecherin dem Blatt: "Am Ende ist es an der Politik, ĂŒber eine mögliche LaufzeitverlĂ€ngerung der Kernkraftwerke zu entscheiden. Die genehmigungsrechtlichen und technischen HĂŒrden fĂŒr eine VerlĂ€ngerung wĂ€ren allerdings sehr hoch."

Wirtschaftsminister Robert Habeck und Umweltministerin Steffi Lemke (beide GrĂŒne) raten von lĂ€ngeren Laufzeiten der drei noch verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland ab. "Im Ergebnis einer AbwĂ€gung von Nutzen und Risiken ist eine LaufzeitverlĂ€ngerung der drei noch bestehenden Atomkraftwerke auch angesichts der aktuellen Gaskrise nicht zu empfehlen", heißt es in einem gemeinsamen PrĂŒfvermerk der beiden HĂ€user, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet.

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Zuvor hatte etwa Bayerns MinisterprÀsident Markus Söder (CSU) gefordert, zur Sicherheit der Energieversorgung angesichts des Kriegs in der Ukraine die Laufzeiten zu verlÀngern. Am Netz sind in Deutschland nur noch die Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2. Sie sollen bis Ende des Jahres ebenfalls abgeschaltet werden.

Hohe wirtschaftliche Kosten

Im Vermerk der Ministerien heißt es nun, eine VerlĂ€ngerung der Laufzeiten könnte nur einen sehr begrenzten Beitrag zur Lösung des Problems leisten und dies zu sehr hohen wirtschaftlichen Kosten. Der Staat mĂŒsste in großem Umfang Risiken ĂŒbernehmen. Dies stehe in keinem VerhĂ€ltnis. Die AKW könnten auf Basis des geltenden Atomgesetzes nicht ĂŒber dieses Jahr hinaus betrieben werden. Es wĂ€re eine Änderung des Gesetzes notwendig und eine Zuteilung neuer Strommengen.

Außerdem dauere die Beschaffung, Herstellung und atomrechtliche Freigabe zur Herstellung neuer Brennelemente fĂŒr einen funktionsfĂ€higen Reaktorkern im Regelfall 18 bis 24 Monate, heißt es weiter. Mit Blick auf die Kosten wĂ€ren neben dem Aufwand fĂŒr den Weiterbetrieb auch die Entsorgung zusĂ€tzlicher Mengen radioaktiver AbfĂ€lle zu berĂŒcksichtigen.

Erst mit einer Beladung der Atomkraftwerke mit frischen BrennstĂ€ben wĂŒrde zusĂ€tzlicher Strom produziert, heißt es weiter. Eine VerlĂ€ngerung der Laufzeiten der drei AKW wĂŒrde im Winter 2022/2023 keine zusĂ€tzlichen Strommengen bringen, sondern frĂŒhestens im Herbst 2023 nach erneuter BefĂŒllung mit neu hergestellten BrennstĂ€ben. Der beschleunigte Atomausstieg wurde 2011 gesetzlich beschlossen.

Russland liefert mehr als 50 Prozent des in Deutschland verbrauchten Erdgases, und auch der Anteil der russischen Steinkohle in der Stromerzeugung in Deutschland liegt bei etwa 50 Prozent. In einzelnen Kraftwerken in Deutschland werden aktuell bis zu 75 Prozent russische Steinkohle verfeuert.

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