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Hunderttausende Verfahren: Asylklagen nehmen drastisch zu

Hunderttausende Verfahren  

Asylklagen nehmen drastisch zu

18.09.2017, 11:40 Uhr | AFP, t-online.de

Hunderttausende Verfahren: Asylklagen nehmen drastisch zu. Die Richter haben zwischen Januar und Mai nur über knapp 39.000 Asylklagen entscheiden können. (Quelle: imago images/imageBROKER/Manfred Bail)

Die Richter haben zwischen Januar und Mai nur über knapp 39.000 Asylklagen entscheiden können. (Quelle: imageBROKER/Manfred Bail/imago images)

Seit Anfang des Jahres 2017 ist die Zahl der Asylverfahren vor deutschen Verwaltungsgerichten deutlich angestiegen. Laut Bundesinnenministerium wurden bis Juli doppelt so viele Klagen registriert wie im gesamten Jahr zuvor.

Mitte Juli seien mehr als 283.000 Verfahren anhängig gewesen und damit nahezu doppelt so viele wie Ende vergangenen Jahres, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Montag unter Berufung auf das Bundesinnenministerium.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres gingen demnach 146.000 neue Klagen ein. Im gesamten Jahr 2016 seien dagegen nur 175.000 Asylbewerber gegen Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) vor Gericht gezogen. Die Gerichte kommen gegen diese Klageflut offenbar kaum an. So hätten die Richter zwischen Januar und Mai nur über knapp 39.000 Asylklagen entschieden, berichtete das Blatt.

Laut dem Bericht landen etwa zwei von drei Ablehnungsbescheiden des Bamf vor Gericht. Davon erledigten sich demnach in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zwar fast die Hälfte der abgeschlossenen Verfahren ohne Entscheidung des Gerichts, weil beispielsweise Klagen zurückgezogen wurden. Wenn es jedoch zu einer inhaltlichen Entscheidung gekommen sei, sei diese fast in der Hälfte der Fälle zugunsten der Asylbewerber ausgefallen. So hätten vier von fünf Syrern und drei von fünf Afghanen am Ende Recht bekommen.

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