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Kanzleramtsminister Helge Braun schlägt zivile Reserve für Krisen wie Corona-Pandemie vor

Zivile Reserve vorgeschlagen  

Braun will Bürger als Krisenhelfer für die Amtsstuben einsetzen

08.03.2021, 01:40 Uhr | AFP

Kanzleramtsminister Helge Braun schlägt zivile Reserve für Krisen wie Corona-Pandemie vor. Soldaten der Bundeswehr unterstützen das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten (Archivbild). Kanzleramtsminister Braun will diese Arbeit einer zivilen Reserve überlassen. (Quelle: imago images/Ute Grabowsky)

Soldaten der Bundeswehr unterstützen das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten (Archivbild). Kanzleramtsminister Braun will diese Arbeit einer zivilen Reserve überlassen. (Quelle: Ute Grabowsky/imago images)

Kanzleramtsminister Helge Braun will Bürger mehr in die Pflicht nehmen und hat eine zivile Reserve vorgeschlagen. Diese könnte die Ämter in Krisen unterstützen, zum Beispiel bei der Kontaktnachverfolgung.

Eine zivile Reserve zur Unterstützung staatlicher Behörden in Krisenlagen – das bringt Kanzleramtsminister Helge Braun in die Diskussion um die Corona-Pandemie ein. "Wir brauchen geschulte Helfer aus der breiten Bevölkerung. Eine Art zivile Reserve – wie es auch eine militärische Reserve gibt", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben).

In der Corona-Pandemie müssten die Bundesländer derzeit Aufgaben in Größenordnungen bewältigen, die vorher nicht da gewesen seien. Als Beispiel nannte Braun die Bearbeitung von Asylanträgen und die Kontaktnachverfolgung in der Pandemie.

Es gebe plötzlich eine Fülle von Aufgaben, welche die Staatsbediensteten nicht mehr bewältigen könnten. Zwar gebe es die Bundeswehr und Hilfsorganisationen wie das THW. Es stelle sich aber die Frage, ob sich das Land auf Krisenlagen nicht besser vorbereiten könne. "Wir brauchen zivile Strukturen, die etwas anderes sind als THW und Feuerwehr", sagte Braun. "Darüber sollten wir gut nachdenken."

Mehr Abstimmung zwischen Ländern gefordert

Der Kanzleramtschef regte zudem an, nach dem Ende der Pandemie über die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern zu sprechen. Der Föderalismus mit seiner Fähigkeit, vor Ort sehr konkret zu handeln, sei in der Pandemie ein großer Gewinn, sagte Braun. Er finde es daher auch völlig falsch, den Föderalismus in Frage zu stellen.

Nötig sei aber eine bessere Abstimmung zwischen den Ländern: "Wenn die Pandemie ein Stück hinter uns liegt, muss man über einen Punkt nochmal sprechen: Wie können wir möglichst einheitlich vorgehen?", sagte Braun.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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