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Boris Pistorius zu Wehrpflicht: "Es war ein Fehler, sie abzuschaffen"


Umstrukturierung der Bundeswehr
Pistorius über Wehrpflicht: "War ein Fehler, sie abzuschaffen"

Von dpa-video
06.12.2023Lesedauer: 1 Min.
Minister Pistorius will Deutschland "kriegstauglich" machen.Vergrößern des BildesMinister Boris Pistorius (Archivbild): Er sieht Hindernisse bei einer möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht, die Diskussion werde aber Fahrt aufnehmen. (Quelle: Marcus Brandt/dpa)
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Trotz verfassungsrechtlicher Probleme: Verteidigungsminister Boris Pistorius hält eine Wiedereinführung der Wehrpflicht für möglich.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) schließt eine Rückkehr zur Wehrpflicht nicht aus. "Es war ein Fehler, sie abzuschaffen", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit" nach Angaben vom Mittwoch. Sie jetzt wieder einzuführen, stoße zwar auf erhebliche verfassungsrechtliche und auch strukturelle Probleme: "Die Diskussion darüber wird aber Fahrt aufnehmen."

Er gehe stets nach dem Prinzip vor, wonach die Form der Funktion folgen müsse, sagt der Minister. Er habe daher veranlasst, dass ihm bis Ostern 2024 Pläne vorgelegt würden, wie die Struktur der Bundeswehr verändert werden müsse, damit sie die Aufgabe der Landes- und Bündnisverteidigung bestmöglich erfüllen könne. "Dann werden wir sehen, was das für die Größe der Bundeswehr und alles andere bedeutet."

 
 
 
 
 
 
 

Scholz hält Rückkehr zur Wehrpflicht für "keine gute Idee"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich im November skeptisch zu einer Rückkehr zur Wehrpflicht geäußert. Aus seiner Sicht sei es "keine gute Idee", den 2011 erfolgten Ausstieg aus der Wehrpflicht "wieder rückabzuwickeln".

Wie auch viele Bereiche der Wirtschaft leidet die Bundeswehr unter einem akuten Bewerbermangel. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) lässt derzeit prüfen, ob das vor seiner Amtszeit festgelegte Ziel einer Sollstärke von 203.000 Soldatinnen und Soldaten weiter Bestand haben wird. Derzeit sind es gut 181.000. Hinzu kommen 81.500 zivile Beschäftigte.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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