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Großteil der AfD-Abgeordneten nicht beim Holocaust-Gedenken im Bundestag


"Hoher Krankenstand"
Holocaust-Gedenken: Leere Stühle bei einer Fraktion

Aktualisiert am 27.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – BundestagVergrößern des BildesAfD-Fraktion im Bundestag: Viele Sitze blieben leer. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-bilder)
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Beim Holocaust-Gedenken waren die Reihen im Bundestag gut gefüllt. Nur eine Fraktion bildete eine Ausnahme.

Bei der feierlichen Gedenkstunde für die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung blickte Rozette Kats im Deutschen Bundestag in gut gefüllte Reihen. Die Holocaust-Überlebende rückte in ihrer Rede vor dem Parlament, Schwule, Lesben und Trans-Personen in den Vordergrund, die aufgrund ihrer Sexualität in Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Eine Ausnahme unter den Fraktionen bildete jedoch die AfD: von den insgesamt 78 Abgeordneten der rechtspopulistischen Partei waren nur 27 anwesend. Das zeigen Aufnahmen aus dem Plenarsaal und berichten mehrere Parlamentarier übereinstimmend.

Unter den Abgeordneten, die der Gedenkstunde fernblieben, waren prominente Vertreter wie die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel, Alexander Gauland und Stephan Brandner.

AfD reagiert: "Hoher Krankheitsstand"

Hält die AfD die Erinnerung an den Holocaust für überflüssig? Die Partei reagierte am Freitagnachmittag auf eine Anfrage des "Berliner Kurier". Ein Sprecher der Fraktion erklärte gegenüber der Zeitung, dass die AfD die jährliche Gedenkstunde als "angemessene und würdevolle Veranstaltung" ansehe. Unter anderem aufgrund eines hohen Krankenstandes hätten aber leider nicht alle Abgeordneten teilnehmen können.

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Politiker der rechtspopulistischen und queer-feindlichen Partei sind in der Vergangenheit bereits häufiger durch Relativierungen der Verbrechen des NS-Regimes aufgefallen. Allen voran der einflussreiche Thüringer Landeschef Björn Höcke: Mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin hatte er etwa erklärt, Deutschland sei "das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat".

Aus Sicht des SPD-Politikers Ralf Stegner war das Fernbleiben der Abgeordneten deshalb nur folgerichtig: "Ich vermisse niemals auch nur einen einzigen Rechtsradikalen im Saal, und schon gar nicht, wenn wir der Opfer des Nationalsozialismus gedenken", schrieb der Bundestagsabgeordnete auf Twitter.

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