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Bundestagswahl 2017: Angela Merkel muss in die Gänge kommen

Wahlkampf gegen Schulz  

Politologe: Merkel muss in die Gänge kommen

27.02.2017, 14:28 Uhr | dpa

Bundestagswahl 2017: Angela Merkel muss in die Gänge kommen. Angela Merkel muss nach Ansicht eines Politologen stärker in den Wahlkampf einsteigen. (Quelle: AP/dpa)

Angela Merkel muss nach Ansicht eines Politologen stärker in den Wahlkampf einsteigen. (Quelle: AP/dpa)

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) muss nach Ansicht von Parteienforscher Oskar Niedermayer angesichts des Schulz-Hypes im Wahlkampf in die Gänge kommen. Sich weiter zurückzuhalten und den SPD-Kanzlerkandidaten machen zu lassen, könne nicht funktionieren.

"Ich denke, dass der Wahlkampf spätestens mit der Nominierung von Martin Schulz eröffnet war. Und dass Frau Merkel jetzt durchaus darauf einsteigen sollte", sagte Niedermayer der Deutschen Presse-Agentur.

Durch Schulz sei die SPD stärker geworden und werde davon auch bei der Bundestagswahl profitieren. Die derzeitige Begeisterung werde aber nachlassen, sagte Niedermayer. "Dass sie die Union überholt, halte ich für sehr unwahrscheinlich."

"Einiges verbesserungswürdig"

Merkel riet er, jetzt immer wieder auf Schulz einzugehen und ihre eigenen Positionen deutlich zu machen. Dabei sei "in ihrer Kommunikation mit den Wählern einiges verbesserungswürdig". Schulz setze auf Emotionen. "Bei Frau Merkel ist das schwierig", erläuterte der Politologe. Sie könne aber "einfachere und emotional stärker aufgeladene Botschaften" rüberbringen.

Schulz nütze derzeit noch, dass er sich inhaltlich kaum festlege. "Das wird ihm nicht bis zur Wahl hin gelingen", sagte Niedermayer voraus. Wenn er zur Positionierung gezwungen werde, beispielsweise in der Flüchtlings- oder Sicherheitspolitik, werde ihn das Popularität kosten.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird nach Ansicht von Niedermayer vor allem den kleinen Parteien schaden. "Die fallen runter, wenn es nur noch um Merkel versus Schulz geht." Dann könne die SPD zwar gut abschneiden, Grüne und Linke aber so schlecht, dass es für Rot-Rot-Grün nicht reiche.

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