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AfD-Chef Meuthen fordert Sayn-Wittgenstein zu Parteiaustritt auf

Verbindung zu Holocaust-Leugnern  

AfD-Chef Meuthen fordert Sayn-Wittgenstein zu Parteiaustritt auf

02.01.2019, 16:45 Uhr | dpa, jmt

AfD-Chef Meuthen fordert Sayn-Wittgenstein zu Parteiaustritt auf. Doris von Sayn-Wittgenstein beim AfD-Parteitag im Dezember 2017: Damals noch kurz vor dem Sprung an die Parteispitze soll sie nun die AfD verlassen – geht es nach dem heutigen Vorsitzenden. (Quelle: Reuters/Hannibal Hanschke)

Doris von Sayn-Wittgenstein beim AfD-Parteitag im Dezember 2017: Damals noch kurz vor dem Sprung an die Parteispitze soll sie nun die AfD verlassen – geht es nach dem heutigen Vorsitzenden. (Quelle: Hannibal Hanschke/Reuters)

Vor einem Jahr fehlte Doris von Sayn-Wittgenstein nur eine einzige Stimme, um Bundesvorsitzende der AfD zu werden. Nun will Vorsitzender Jörg Meuthen sie aus der Partei haben.

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat die bisherige schleswig-holsteinische AfD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein zum Austritt aus der Partei aufgefordert. Meuthen sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: "Es ist gut, dass sie ihren Rücktritt als Landesvorsitzende erklärt hat, noch besser wäre es, sie würde die Partei verlassen."

Verein mit Holocaust-Leugnern beworben

Von Sayn-Wittgenstein hatte am Dienstag erklärt: "Mit Bedauern stelle ich fest, dass das derzeit in der Öffentlichkeit erzeugte Bild von meiner Person meinen Verbleib im Amt der Landesvorsitzenden der AfD Schleswig-Holstein in der Alternative für Deutschland unmöglich macht, ohne dass Amt und Partei Schaden nehmen." Sie habe deswegen bereits am 19. Dezember von diesem Amt Abstand genommen.

Die 64-Jährige hatte 2014 für einen rechtsextremistischen Verein mit Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck geworben. Der Verein steht mittlerweile auf der sogenannten Unvereinbarkeitsliste der AfD. Deshalb war sie am 4. Dezember bereits aus der Fraktion in Kiel ausgeschlossen worden. Sayn-Wittgenstein gehört jedoch weiter dem Kieler Landtag an. Der AfD-Bundesvorstand hatte Mitte Dezember ein Parteiausschlussverfahren gegen die Politikerin beschlossen. Gleichzeitig wurde sie bis zur Entscheidung von der Ausübung aller Parteiämter ausgeschlossen. Der Fall liegt jetzt beim schleswig-holsteinischen AfD-Landesschiedsgericht.


Auf die Frage, ob es ihn erschrecke, dass von Sayn-Wittgenstein im Dezember 2017 um ein Haar Co-Parteivorsitzende geworden wäre, antwortete Meuthen: "Ja." Die Überraschungskandidatin war auf einem AfD-Bundesparteitag in Hannover gegen den als gemäßigt geltenden Georg Pazderski angetreten. Beide zogen ihre Kandidatur nach einem Patt zurück, als sich Alexander Gauland zur Wahl stellte. Der Verlauf der Wahl war als Niederlage der Gemäßigten in der Partei gewertet worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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