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Jan Böhmermann ist nun offiziell SPD-Genosse – und will jetzt mehr


TV-Satiriker will Parteichef werden
Jan Böhmermann ist nun offiziell SPD-Mitglied

Von dpa
Aktualisiert am 02.10.2019Lesedauer: 2 Min.
Jan Böhmermann: Der Satiriker hat sich der SPD angeschlossen.Vergrößern des BildesJan Böhmermann: Der Satiriker hat sich der SPD angeschlossen. (Quelle: Julia Hüttner/ZDF/dpa)
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Jan Böhmermann will SPD-Vorsitzender werden. Nun ist er seinem Ziel ein wenig näher gekommen. Der SPD-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld hat den Satiriker offiziell bei den Sozialdemokraten aufgenommen.

Der Fernseh-Satiriker Jan Böhmermann ist offiziell in die SPD aufgenommen worden. Der SPD-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld hat am späten Dienstagabend einen entsprechenden Beschluss des Kreisvorstands bekanntgemacht. Damit ist Böhmermann nun Mitglied des Ortsvereins Köthen, der den Kölner bereits aufgenommen hatte, was aber nach der Bestätigung der Kölner SPD auch noch der des Kreisverbands bedurft hatte.

In einer Mitteilung wies der Kreisverbandsvorsitzende Ronald Mormann allerdings auch auf Bedenken von Sozialdemokraten gegen die Mitgliedschaft wegen früherer Äußerungen Böhmermanns über die SPD hin. "Aber Satire darf vieles, und das hält Deutschlands älteste Partei sehr wohl aus", sagte er. "Die deutsche Sozialdemokratie hat 156 Jahre lang dafür gekämpft, dass Menschen ihre Meinung frei sagen dürfen." Mormann fügte jedoch auch hinzu: "Aber wir sind eine Partei und keine Satireveranstaltung."

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil begrüßte Böhmermann auf Twitter: "Herzlich willkommen in der SPD, lieber Genosse @janboehm", schrieb er. Und wies dann auf all die mühseligen Aufgaben für SPD-Mitglieder hin, die manche Böhmermann wohl nicht recht zutrauen.

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Böhmermann will den SPD-Vorsitz

Böhmermanns Ersuchen SPD-Mitglied zu werden, beschäftigt seit rund einem Monat die Partei. Er hatte eigentlich angekündigt, Parteichef werden zu wollen, seine Pläne dafür aber nicht rechtzeitig umsetzen können. Erst vor wenigen Tagen untermauerte er jedoch seine Ansage, trotzdem Parteichef werden zu wollen. Wer tatsächlich SPD Chef wird, ist noch unklar– ein vom 6. bis 8. Dezember in Berlin geplanter Parteitag soll über die neue Spitze entscheiden.

Einen Trost gäbe es für Böhmermann: Auch in Sachsen-Anhalt wird für den Landesverband eine Doppelspitze per Mitgliedervotum bestimmt – Eintrittsstichtag ist der 1. Oktober.

Eigentlich hätte Böhmermann an seinem Wohnort Köln Mitglied werden müssen. Nachdem aus dem zuständigen Ortsverband aber ablehnende Stimmen laut geworden waren, fand sich die Köthener SPD zur Aufnahme bereit - die Sozialdemokraten der Rheinmetropole genehmigten dann die dafür erforderliche Ausnahme vom Wohnortprinzip.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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