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CDU in Aufruhr: Das steckt hinter der Werteunion – das ist das berühmteste Mitglied

CDU in Aufruhr  

Was ist eigentlich die Werteunion?

11.02.2020, 16:14 Uhr | dpa, t-online.de

Kramp-Karrenbauer erläutert ihren Rückzug

Die CDU-Parteivorsitzende hatte am Montag überraschend ihren Rückzug von der Parteispitze angekündigt. (Quelle: Reuters)

"Nicht mit Werten der CDU vereinbar": Bei ihrer Rückzugserklärung teilte Annegret Kramp-Karrenbauer auch aus. (Quelle: Reuters)


Die Noch-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer kritisierte sie zuletzt scharf: Die sogenannte Werteunion entferne sich von den Werten der CDU. Doch was steckt eigentlich hinter der Gruppierung?

Die sogenannte Werteunion hat sich vor knapp drei Jahren gegründet – zunächst als "Freiheitlich-konservativer Aufbruch". Die Gründung war vor allem eine Reaktion auf die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel. Immer wieder forderte die ultrakonservative Gruppe den Rücktritt Merkels. 

Ihre Argumentation: Die Kanzlerin habe die CDU nach links gerückt und konservative Wähler verprellt. Die will die Werteunion am rechten Rand zurückgewinnen. Der Gruppe wird von vielen Nähe zur AfD vorgeworfen – auch aus der CDU.

Das berühmteste Mitglied

Führende Unionspolitiker betonen immer wieder, die Werteunion sei eine überbewertete Splittergruppe. Sie ist als Verein organisiert und keine offizielle Parteigliederung der CDU. Vollmitglied kann werden, wer Mitglied der CDU, der CSU oder deren angeschlossenen Vereinigungen wie der Jungen Union ist. Parteilose können Fördermitglied ohne Stimmrecht werden. Das bekannteste Mitglied ist der frühere Chef des Bundesverfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen.

Die Werteunion hat nach eigenen Angaben mehr als 4.000 Mitglieder. Das sind zwar nicht viele bei rund 400.000 CDU-Mitgliedern. Aber in Zeiten innerer Machtkämpfe findet ihre Stimme immer wieder Gehör – nicht zuletzt, weil ihre Positionen meist im krassen Gegensatz zu denen der Parteiführung stehen.

Ziel ist ein Rechtskurs

Der Bundesvorsitzende Alexander Mitsch wirbt seit längerem für einen rechteren Kurs in der CDU, für eine Erneuerung an der Parteispitze und für Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten der Union. Zuletzt hatte die Werteunion Schlagzeilen gemacht, als sie die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit AfD-Stimmen zum Ministerpräsidenten in Thüringen begrüßte.

Die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zuletzt kritisiert, Mitglieder der Werteunion entfernten sich vom Wertefundament der Partei, wenn sie von Gemeinsamkeiten mit der AfD redeten. Daher müsse sich jeder, der sich bei der Werteunion engagiere, fragen, ob er damit auch CDU-Mitglied bleiben könne.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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