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AfD: Schiedsgericht bestätigt Rauswurf von Andreas Kalbitz

"Halte das für unrechtmäßig"  

Schiedsgericht bestätigt Rauswurf von Kalbitz aus AfD

25.07.2020, 19:43 Uhr | dpa

AfD: Schiedsgericht bestätigt Rauswurf von Andreas Kalbitz. Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz (Quelle: imago images/Hartenfelser)

Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz: Er bleibt aus seiner Partei ausgeschlossen. (Quelle: Hartenfelser/imago images)

Erst ist Andreas Kalbitz aus der AfD ausgeschlossen worden, dann geht der Politiker erfolgreich dagegen vor und bleibt. Nun hat ein Schiedsgericht wohl endgültig entschieden: Er muss die Partei verlassen.

Der Rechtsaußen-Politiker Andreas Kalbitz muss die AfD endgültig verlassen. Das Bundesschiedsgericht habe die vom Bundesvorstand im Mai beschlossene Annullierung der Mitgliedschaft im Hauptsacheverfahren bestätigt, teilte die AfD am Samstag mit. "Das Urteil war erwartbar, wenn man die politischen Mehrheitsverhältnisse im Schiedsgericht kennt. Es überrascht nicht wirklich", sagte Kalbitz der Nachrichtenagentur dpa. Er hatte vorher bereits angekündigt sich dagegen zivilrechtlich zur Wehr setzen zu wollen. "Inhaltlich halte ich das für unrechtmäßig."

Ein Dutzend Anhänger kamen zur Sitzung

Kalbitz erschien persönlich zu der Sitzung. Vor Beginn versammelten sich vor der Tür rund ein Dutzend Anhänger, um ihm den Rücken zu stärken. "Wir sind alle bei dir" und "Kopf hoch!" riefen sie ihm auf dem Weg zur Sitzung zu und reckten die Daumen nach oben. Zwei Männer trugen Schilder mit den Sprüchen: "Kalbitz ist gut" sowie "Kalbitz soll bleiben, Meuthen muss weg!".

Auch Parteichef Jörg Meuthen nahm an der Sitzung teil. Er zeigte sich nach der mündlichen Verhandlung am Nachmittag zuversichtlich, dass das Schiedsgericht der Position des Bundesvorstandes folgen werde: "Wir sind uns unserer Rechtsposition sehr sicher."

Im Mai hatte der AfD-Bundesvorstand Kalbitz aus der Partei geworfen. Als Grund gab er an, Kalbitz habe bei seinem Parteieintritt eine frühere Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) und bei den Republikanern nicht angegeben. Kalbitz bestreitet die Mitgliedschaft in der HDJ.

Partei teilt mit: "Annullierung ist rechtsgültig"

Das Berliner Landgericht hatte später in einem Eilverfahren die Annullierung der Parteimitgliedschaft für unzulässig erklärt. Es begründete dies damit, dass nach dem Parteiengesetz für die Beendigung einer Mitgliedschaft das Schiedsgericht der Partei und nicht der Bundesvorstand zuständig sei.

Das Gericht hatte Kalbitz seine Mitgliedsrechte bis zu einer Entscheidung des Bundesschiedsgerichtes in der Hauptsache zurückgegeben. "Diese Entscheidung ist mit dem heutigen Tag erfolgt. "Die Annullierung ist rechtsgültig", teilte die Partei am Samstag mit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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