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Bericht: SPD verliert weiter Mitglieder – unter Marke von 400.000

Von t-online, lw

Aktualisiert am 18.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Olaf Scholz: Der Kanzler hat die Bundestagswahl mit seiner Partei gewonnen, doch die Mitglieder schwinden.
Olaf Scholz: Der Kanzler hat die Bundestagswahl mit seiner Partei gewonnen, doch die Mitglieder schwinden. (Quelle: Political-Moments/imago-images-bilder)
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Die Kanzlerpartei hat mit massenhaften Austritten zu kämpfen: Einem Bericht zufolge haben mehr als 22.000 Mitglieder der SPD den Rücken gekehrt. Bei den Grünen zeichnet sich hingegen ein Positivtrend ab.

Die SPD verliert trotz ihres Erfolgs bei der Bundestagswahl mit Olaf Scholz im vergangenen Herbst weiter an Mitgliedern. Entgegen Behauptungen der Partei während der Wahlkampagne ist die Zahl der eingeschriebenen Sozialdemokraten sogar unter die symbolisch wichtige Marke von 400 .000 gefallen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Aktuellen Angaben des Willy-Brandt-Hauses zufolge haben demnach im letzten Jahr der Amtszeit von Generalsekretär Lars Klingbeil mehr als 22. 000 Mitglieder die Partei verlassen.


Deutschlands Kanzler von Adenauer bis Scholz

Mit 395 Ja-Stimmen wird Olaf Scholz am 8. Dezember 2021 vom Parlament zum neunten Bundeskanzler gewählt. Scholz führt die erste Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene an.
2005 bis 2021: Angela Merkel ist die erste Bundeskanzlerin Deutschlands. Die CDU-Politikerin, die in der DDR aufgewachsen ist, fĂĽhrt in vier Wahlperioden die deutsche Regierung an.
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Der neuerliche Verlust von abermals etwa fĂĽnf Prozent der Mitgliedschaft sei durch den Wahlerfolg nicht ausgeglichen worden. Bewegt von diesem Comeback seien der Partei im September zwar mehr Neumitglieder als in allen anderen Monaten des Jahres beigetreten. Die Zahl, 12.266, war allerdings unerwartet niedrig.

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GrĂĽne haben Mitgliederanzahl verdoppelt

Rechnet man Eintritte und Austritte zusammen, hatte die SPD dem Bericht zufolge zum Stichtag 31. Dezember 2021 noch 393. 727 Mitglieder. Ein Jahr zuvor seien es 404 .300 gewesen, Anfang 2018 noch 463. 700. Der inzwischen ausgeschiedene Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans hatte noch im Dezember in seiner Bilanzrede beim Parteitag behauptet, die SPD-Mitgliedschaft betrage "400. 000 an der Zahl". Ganz anders als bei den Sozialdemokraten sehe die Situation bei den Grünen aus, die nach einer aktuellen Auskunft 125 .000 Mitglieder haben, fast 20 .000 mehr als noch vor einem Jahr. Die Partei hat ihre Mitgliedschaft laut "FAZ" seit 2015 verdoppelt.

Bei den Sozialdemokraten bleibe indes auch die Hoffnung unerfüllt, den Anteil der Frauen in der Partei nennenswert zu erhöhen. Nach wie vor seien mehr als zwei Drittel der Parteimitglieder männlichen Geschlechts. Der Frauenanteil sei in den vergangenen 20 Jahren um lediglich zweieinhalb Prozentpunkte gestiegen. Wesentlich attraktiver scheinen für Frauen im linken Spektrum die Grünen zu sein, wo ihr Anteil in den Landesverbänden bis zu 45 Prozent beträgt, so in Schleswig-Holstein. Die Sozialdemokraten teilten der "FAZ" mit, dass acht Prozent ihrer Mitglieder unter 30 Jahre alt seien und 56 Prozent älter als 60 Jahre. Das Durchschnittsalter der Parteimitglieder sei auf nunmehr 61 Jahre gestiegen.

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