Sie sind hier: Home > Panorama > Buntes >

Porno-Darsteller in Los Angeles müssen weiter Kondome tragen

Gericht in Kalifornien bestätigt  

Porno-Darsteller in Los Angeles müssen weiter Kondome tragen

16.12.2014, 15:59 Uhr | AFP

Porno-Darsteller in Los Angeles müssen beim Dreh weiter Kondome tragen. Dies entschied ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Kalifornien und bestätigte damit eine als Measure B bekannte Entscheidung eines kalifornischen Gerichts vom November 2012. Branchenvertreter hatten dagegen geklagt, weil sie in der Kondom-Pflicht eine Einschränkung des ersten Verfassungszusatzes der freien Meinungsäußerung sahen.

Die Measure B verpflichtet Porno-Darsteller nicht nur, Kondome zu tragen, sondern auch ein Gesundheitszeugnis vorzulegen und eine Zulassungsgebühr zu zahlen. Mit den Maßnahmen wollen die Behörden die Zahl der Ansteckungen bei sexuell übertragbaren Krankheiten, insbesondere Aids, verringern.

Die Vorschrift lasse "die Tür für andere Mittel der freien Meinungsäußerung offen", urteilte das Berufungsgericht in San Francisco. Die Pornofilm-Unternehmen hatten argumentiert, sie selbst ergriffen zum Schutz ihrer Darsteller vor Krankheiten schon ausreichende Maßnahmen.

Unternehmen wandern ab

So würden alle Darsteller regelmäßigen HIV-Tests unterzogen, die bei einem positiven Befund zum Abbruch der Arbeiten führe. Auch würden daraufhin alle Kollegen untersucht, die mit den Betroffenen Sexualkontakte hatten. Im Jahr 2011 hatte die HIV-Ansteckung eines Darstellers vorübergehend zu einem Stopp der Porno-Produktionen in Kalifornien geführt.

In der Pornoindustrie von Los Angeles, die vor allem im nördlichen Vorort San Fernando Valley angesiedelt ist, führte Measure B zu einem Rückgang der Filmproduktionen. Unternehmen wichen auf Kommunen in Gegenden aus, die der Regelung nicht unterliegen, oder verließen Kalifornien gleich ganz, um in Nachbarbundesstaaten wie Nevada ihre Arbeit fortzusetzen.

Die Filmindustrie in San Fernando Valley beschäftigt rund 10.000 Menschen und erwirtschaftet einen Umsatz von etwa sechs Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) jährlich.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal