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Skelette am Grund des Colorado River erweisen sich als Fake


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Zwei Skelette am Flussgrund erweisen sich als Fake

Von ap
Aktualisiert am 10.05.2015Lesedauer: 3 Min.
Eines der beiden k├╝nstlichen Skelette am Grund des Colorado Rivers.
Eines der beiden k├╝nstlichen Skelette am Grund des Colorado Rivers. (Quelle: La Paz Sheriffs/ap-bilder)
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Er wollte im Colorado River ganz normal schnorcheln. Doch dann entdeckte ein Mann am Grund des Flusses zwei Skelette - in Gartenst├╝hlen sitzend. Aus Angst, es handele sich um echte Leichen, alarmierte er die Beh├Ârden. Ein Taucher der lokalen Feuerwehr gab jedoch kurz danach Entwarnung: Die bizarren Skelette sind ein Fake. Aber wie kommen sie ins Flussbett? Und warum tragen sie eigentlich Sonnenbrillen?

Den Kopf leicht zur├╝ck geneigt, sieht der K├Ârper in dem Gartenstuhl eigentlich ganz entspannt aus. Mit der Sonnenbrille erscheint es, als ob er in Richtung Himmel schaut und ein paar warme Sonnenstrahlen genie├čt. W├Ąre da nicht die Tatsache, dass es sich um ein Skelett handelt - und dass es irgendwo am Grund des Colorado River sitzt.


NACHRICHTEN DES TAGES


Ehepaar brachte Foto als Beweis

Ein Mann hat das Skelett und ein zweites gleich dazu in dieser Woche beim Schnorcheln in dem Fluss nahe der Grenze zwischen Arizona und Kalifornien entdeckt. Ein Ehepaar aus der US-Metropole Phoenix hatte die beiden k├╝nstlichen Modelle dort offenbar absichtlich platziert - und mussten nun Antworten geben.

Das Paar ├╝bernahm die Verantwortung daf├╝r, die beiden k├╝nstlichen K├Ârper in Gartenst├╝hlen zw├Âlf Meter unter die Wasseroberfl├Ąche gesetzt zu haben. Es stellte sich dem Sheriff von La Paz County, um aufzukl├Ąren, wie die unechten Skelette aus ihrem Wandschrank letztendlich im Colorado River in der Gemeinde Parker landen konnten. Als Beweis brachten sie ein Foto mit, das zeigte, dass sie diejenigen gewesen waren, die die vermeintlichen Leichen ins Flussbett gesetzt haben.

Ungew├Âhnliche Installation ruft gro├čes Medieninteresse hervor

"Sie waren zun├Ąchst nerv├Âs", berichtete Polizeisprecher Curt Bagby. "Sie dachten, sie k├Ânnten ├ärger kriegen." Den gebe es aber nicht: Der Sheriff habe keine Absicht, Anschuldigungen gegen das Ehepaar zu erheben, sagte Bagby - schlie├člich h├Ątten sie mit ihrer eigenwilligen Aktion niemanden gef├Ąhrdet. Nur eben f├╝r eine ungew├Âhnliche Installation und ein extremes Medieninteresse gesorgt.

"Wir versuchen nicht, Leute dazu zu ermutigen, diese Art von Dingen zu tun, aber es war relativ harmlos", sagte Bagby. "Es war tiefes Wasser, sie (die Skelette) waren zwischen einigen Steinen verkeilt, und es gab keinen Grund, anzunehmen, dass irgendjemand sie finden w├╝rde."

Die Skelette, die in der Region zur Mediensensation wurden, trugen Sonnenbrillen. Eines der beiden hielt zudem ein nicht komplett lesbares Schild. Zu erkennen waren darauf der Name "Bernie", der Satz "Traum im Fluss" und das Datum 16. August 2014.

Mehrmals zum Reinigen der Skelette getaucht

Die Polizei vermutete, dass es sich um Hinweise auf den Film "Immer ├ärger mit Bernie" (Originaltitel: "Weekend at Bernie's") aus dem Jahr 1989 handelt. In dem Streifen schleppen die beiden Hauptcharaktere ihren toten Boss tagelang durch die Gegend und tun so, als ob ihr Chef am Leben sei. Zu einem Zeitpunkt in dem Film f├Ąllt die Leiche von einem Boot ins Wasser.

Das Ehepaar schilderte der Polizei, wie es ein Skelett gemeinsam mit einem anderen Taucher vergangenes Jahr unter Wasser festgebunden und in einen Stuhl gesetzt habe. Das Ganze w├╝rde eine humorvolle Sehensw├╝rdigkeit hergeben, glaubte die Gruppe. Mehrmals kehrten sie zu dem Punkt unter Wasser zur├╝ck, um das erste Skelett zu reinigen, wie die Zeitung "Today's News-Herald" berichtete. Im M├Ąrz bekam "Bernie" Gesellschaft, als das zweite Skelett neben ihn gesetzt wurde. Es bekam den Namen "Bernadette".

Skelette sollen ihren Platz behalten

Sollten die Bundesbeh├Ârden nichts dagegen haben, werden die beiden Unter-Wasser-Skelette ihren Platz auch in Zukunft beibehalten, wie Polizist Bagby erz├Ąhlte. "Wir denken daran, sie in dem Wasserweg zu lassen." Eine Gefahr gehe von ihnen schlie├člich nicht aus. Das Skelettpaar k├Ânne vielmehr eine Art Geocache werden, also ein Objekt, das von anderen Taucher gesucht und gefunden werden kann.

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