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Mumie in Basel identifiziert: Ur-ur-ur-ur-ur-ur-Großmutter von Boris Johnson

Verblüffende Entdeckung  

Mumie ist Boris Johnsons Ur-ur-ur-ur-ur-ur-Großmutter

25.01.2018, 20:22 Uhr | dpa, pdi, t-online.de

Mumie in Basel identifiziert: Ur-ur-ur-ur-ur-ur-Großmutter von Boris Johnson. Bei der gefundenen Mumie handelt es sich um Anna Katharina Gernler, eine Ahnin von Boris Johnson. (Quelle: AP, dpa)

Bei der gefundenen Mumie handelt es sich um Anna Katharina Gernler, eine Ahnin von Boris Johnson. (Quelle: AP, dpa)

230 Jahre nach ihrem Tod wurde sie untersucht. Jetzt ist die berühmteste Schweizer Mumie identifiziert. Bei der Toten handelt es sich um eine Ahnin des britischen Außenministers Boris Johnson.

Die sterblichen Überreste, die 1975 bei einer Sanierung der Barfüßerkirche in Basel in einer Gruft entdeckt worden waren, stammten von der 1787 gestorbenen Pfarrersfrau Anna Catharina Bischoff, berichtete das naturhistorische Museum Basel. Die Entdeckung historischer Dokumente, die Hilfe eines Ötzi-Experten und DNA-Analysen hätten zum Ziel geführt.

Eine unerwartete Entdeckung machten die Forscher auch: "Anna Katharina Gernler, die Tochter der "Dame aus der Barfüßerkirche", hat einen berühmten Ururururururenkel (6x Urenkel): den britischen Außenminister Boris Johnson", teilte das Museum mit.

Mit Quecksilberdämpfen behandelt

Bischoff war eine Pfarrersfrau und lebte von 1719 bis 1787. Vor zwei Jahren wurden historische Akten entdeckt, in denen im Zusammenhang mit drei Mumienfunden 100 Jahre früher Namen aufgeführt waren. Die Forscher spekulierten, dass es sich bei der gefundenen Mumie um Bischoff handeln müsste.

Zur Identifizierung brauchten sie DNA und Nachfahren. Der Spezialist für die 1991 in den Ötztaler Alpen gefundenen Mumie "Ötzi", Albert Zink, half, aus einem Zeh DNA zu generieren. Obwohl von Bischoffs sieben Kindern nur zwei Töchter die Kindheit überlebten und eine von ihnen ohne Nachwuchs blieb, fanden die Forscher Nachfahren, sogar in Basel. Speichelproben bestätigten die Identität von Bischoff mit 99,8-prozentiger Sicherheit.

Die Frau starb an Syphilis. "Wir gehen davon aus, dass sie sich durch die Pflege Kranker infiziert hat", teilte das Museum mit. Sie war wie damals üblich mit Quecksilberdämpfen behandelt worden. Das endete für sie tödlich. Das Quecksilber führte aber dazu, dass die Leiche mumifiziert erhalten blieb.

Quelle:
- dpa

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