• Home
  • Panorama
  • Buntes
  • Carlos Ghosn: Die unglaubliche Flucht des Ex-Nissan-Managers


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextSchocknachricht f├╝r DFB-GegnerSymbolbild f├╝r einen TextNeue Erkenntnisse ├╝ber US-Sch├╝tzenSymbolbild f├╝r einen TextTennis: Das ist Marias Halbfinal-GegnerinSymbolbild f├╝r einen TextTrump erw├Ągt wohl BlitzkandidaturSymbolbild f├╝r einen TextBahn: Brandbrief von MitarbeiternSymbolbild f├╝r einen TextSportmoderatorin stirbt mit 47 JahrenSymbolbild f├╝r einen TextNicky Hilton ist Mutter gewordenSymbolbild f├╝r einen TextSpanische K├Ânigin hat CoronaSymbolbild f├╝r einen TextRubel verliert deutlich an WertSymbolbild f├╝r einen TextWilliams' Witwe enth├╝llt DetailsSymbolbild f├╝r einen TextFrau uriniert neben Gleis: Hand gebrochenSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserFC Bayern vor n├Ąchstem Transfer-HammerSymbolbild f├╝r einen TextSpielen Sie das Spiel der K├Ânige

Die unglaubliche Flucht des Ex-Nissan-Managers

Von afp, dpa, dru

Aktualisiert am 03.01.2020Lesedauer: 3 Min.
Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn: Das Foto zeigt ihn in einem Auto in Tokio.
Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn: Das Foto zeigt ihn in einem Auto in Tokio. (Quelle: Eugene Hoshiko/ap-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Als sich Carlos Ghosn am Montag aus dem Libanon meldete, war die Verbl├╝ffung gro├č, stand der verurteilte Ex-Nissan-Chef in Japan doch unter strengen Kautionsauflagen. Wie konnte ihm die Flucht gelingen?

Ein Kontrabass-Koffer, eine Gruppe falscher Musiker und jede Menge offener Fragen ÔÇô die Flucht des ehemaligen Nissan-Chefs Carlos Ghosn aus Japan b├Âte schon jetzt genug Stoff f├╝r eine Hollywood-Verfilmung. Derzeit arbeiten Ermittler in mehreren L├Ąndern fieberhaft daran herauszufinden, wie die spektakul├Ąre Nacht-und-Nebel-Aktion gelingen konnte.

In Tokio wurde am Donnerstag die Wohnung Ghosns durchsucht. In Istanbul, wo der Ex-Manager zwischengelandet war, verh├Ârte die Polizei unter anderem vier Piloten. Der Libanon, wohin Ghosn fl├╝chtete, teilte mit, der Ex-Automanager werde nun per Fahndungsaufruf von der internationalen Polizeiorganisation Interpol gesucht.

Die genauen Umst├Ąnde der Flucht sind noch unklar. Laut t├╝rkischen Medienberichten landete am fr├╝hen Montagmorgen ein Privatjet aus Osaka auf dem Istanbuler Flughafen Atat├╝rk, der von Fracht- und Privatmaschinen genutzt wird. 45 Minuten sp├Ąter hob demnach ein anderer Privatjet Richtung Beirut ab.

Flucht im Kontrabass-Koffer?

Die Polizei verh├Ârte am Donnerstag in Istanbul sieben Verd├Ąchtige, wie die t├╝rkische Nachrichtenagentur DHA berichtete. Neben den Piloten seien dies ein Angestellter einer Frachtfluggesellschaft und zwei Mitarbeiter des Bodenpersonals.

Medienberichten zufolge k├Ânnte eine Gruppe Paramilit├Ąrs, die sich als Musiker verkleidet hatten, den Ex-Manager in einem Kontrabass-Koffer aus seinem Haus geschmuggelt haben. Der Ex-Automanager k├Ânnte allerdings auch mit diplomatischer Hilfe die Kontrollen umgangen haben.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Spektakel auf Court Nr.1 ÔÇô Maria steht im Halbfinale
Tatjana Maria: Die Oberschw├Ąbin steht im Halbfinale von Wimbledon.


In einem Statement widersprach Ghosn Spekulationen, seine Familie k├Ânnte in die Planung seiner Flucht verwickelt gewesen sein. "Es war ich ganz allein, der meine Ausreise organisiert hat", so Ghosn. Anderslautende Berichte seien unwahr. "Meine Familie hat keine Rolle gespielt."

Im Libanon ist sein Aufenthaltsort unbekannt. Der Ex-Manager besitzt ein Luxusanwesen in Beirut. Er hat die franz├Âsische, die brasilianische und die libanesische Staatsangeh├Ârigkeit.

Japan beantragt Auslieferung ÔÇô Libanon sieht keinen Grund

Die japanischen Fernsehsender zeigten am Donnerstag live, wie Ermittler in dunklen Anz├╝gen die Wohnung Ghosns in Tokio betraten. Erwartet werde, dass sie die dort installierten ├ťberwachungskameras auswerten, berichtete der Sender NHK. Die Polizei verd├Ąchtige "mehrere Personen", ihm "illegalerweise" bei der Flucht geholfen zu haben.

Japan beantragte bei Interpol eine sogenannte Rote Notiz zur Festnahme und Auslieferung Ghosns ÔÇô das Schreiben traf am Donnerstagnachmittag im Libanon ein. Das Land hat aber kein Auslieferungsabkommen mit Japan. Die libanesische Regierung hat zudem bereits verlauten lassen, Ghosn sei "legal" eingereist ÔÇô mit einem franz├Âsischen Pass und einem libanesischen Personalausweis. Die Generalstaatsanwaltschaft erkl├Ąrte, es gebe keinen Grund f├╝r eine juristische Verfolgung im Libanon.

Ghosn soll Firmengelder gestohlen haben

Ghosn war im November 2018 in Japan festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, Firmenkapital zweckentfremdet und private Verluste auf Nissan ├╝bertragen zu haben. Er selbst sprach von einer Verschw├Ârung bei Nissan, um ihn loszuwerden. Grund sei, dass er Nissan noch n├Ąher an den franz├Âsischen Autobauer Renault heranf├╝hren wollte.

Er sa├č rund vier Monate in Haft, war aber im Fr├╝hjahr unter strikten Auflagen aus der Haft entlassen worden. Ghosns Verteidiger hatten mehrfach versucht, ihren Mandanten gegen Zahlung einer Kaution frei zu bekommen. Sie scheiterten zun├Ąchst damit, weil die Staatsanwaltschaft Fluchtgefahr sah. Ghosn hatte eine Fluchtabsicht bestritten und erkl├Ąrt, er wolle sich vor Gericht verantworten, um seine Unschuld zu beweisen. Seine Anw├Ąlte argumentierten zudem, er sei viel zu bekannt, um unerkannt das Land verlassen zu k├Ânnen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr, hatte Ghosn eine Sondergenehmigung eines japanischen Gerichts und trug seinen franz├Âsischen Zweitpass in einer Art Etui bei sich, das durch einen nur seinen Anw├Ąlten bekannten Geheimcode verschlossen war. Da sich Ghosn innerhalb Japans relativ frei bewegen konnte, habe er diesen Pass als Nachweis f├╝r seinen Aufenthaltsstatus ben├Âtigt.

F├╝r seine Ausreise aus Japan nutzte Ghosn diesen Pass aber offenbar nicht. Frankreichs Regierung erkl├Ąrte, sie w├╝rde Ghosn nicht ausliefern, sollte er dorthin einreisen. "Wenn Monsieur Ghosn in Frankreich ankommt, werden wir ihn nicht ausliefern, weil Frankreich niemals seine Staatsb├╝rger ausliefert", sagte Wirtschaftsstaatssekret├Ąrin Agn├Ęs Pannier-Runacher im Sender BFM.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Arno W├Âlk
Von Hannes Moln├ír, Arno W├Âlk
IstanbulLibanonNissanPolizei
Justiz & Kriminalit├Ąt




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website