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US-Wissenschaftler klonen Tier, das seit 30 Jahren tot ist

Fast wie in Jurassic Park  

US-Wissenschaftler klonen Tier, das seit 30 Jahren tot ist

19.02.2021, 13:49 Uhr | t-online

US-Wissenschaftler klonen Tier, das seit 30 Jahren tot ist. Schwarzfuß-Frettchen "Elizabeth Ann": Das Tier ist die genetische Kopie des Frettchens "Willa", das 1988 starb. (Quelle: U.S. Fish & Wildlife Service Mountain-Prairie)

Schwarzfuß-Frettchen "Elizabeth Ann": Das Tier ist die genetische Kopie des Frettchens "Willa", das 1988 starb. (Quelle: U.S. Fish & Wildlife Service Mountain-Prairie)

Ein Tier klonen, das bereits vor mehr als 30 Jahren gestorben ist – was nach Hollywood klingt, ist Wissenschaftlern in den USA jetzt gelungen. In Zukunft könnten so vom Aussterben bedrohte Arten erhalten werden.

Wissenschaftler in den USA haben ein vom Aussterben bedrohtes Schwarzfuß-Frettchen aus Genen eines bereits vor 30 Jahren verstorbenen Tieres geklont. Wie der "U.S. Fish & Wildlife Service" in einer Pressemitteilung berichtet, sei der Klon eine genetische Kopie des Frettchens "Willa", das 1988 starb und dessen Überreste bis heute eingefroren waren.

Um kein seltenes Schwarzfuß-Frettchen bei der Prozedur in Gefahr zu bringen, brachte ein zahmes Hausfrettchen-Weibchen Klon "Elizabeth Ann" zur Welt. Geboren wurde das geklonte Tier bereits am 10. Dezember in einer Zuchtstation in Fort Collins im Norden Colorados. 

Die Behörde veröffentlichte den Erfolg jedoch erst am Donnerstag und bezeichnete die Klonung als "wissenschaftlichen Durchbruch". Dieser gelang der US-Behörde zufolge in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern mehrerer Unternehmen, darunter auch Wissenschaftler von "ViaGen Pets & Equine" – ein Unternehmen aus Texas, das Hauskatzen für 35.000 US-Dollar und Hunde für 50.000 US-Dollar klont.

Die Direktorin der zuständigen Abteilung beim "U.S. Fish & Wildlife Service", Noreen Walsh, betonte, dass die Erhaltung des Lebensraums der Wildpopulationen weiterhin Priorität habe: "Erfolgreiches genetisches Klonen mindert nicht die Bedeutung der Bewältigung lebensraumbedingter Bedrohungen für die Arten".

Tiere galten bereits als ausgestorben

Laut Pressemitteilung galten die Tiere bereits als ausgestorben – bis ein Rancher aus Wyoming im Jahr 1981 eine kleine Population auf seinem Land entdeckte und die Behörde einschaltete. Heute stammen alle Exemplare von nur sieben Individuen ab. Dadurch sind sich die Tiere genetisch sehr ähnlich, was sie anfälliger für Krankheiten macht.

"Willas" Erbgut soll der US-Behörde zufolge jedoch mehr als dreimal so viele Variationen aufwiesen als die Gene der heute lebenden Frettchen. Das Klonen könnte nun zu einer höheren genetischen Vielfalt und damit einer höheren Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten beitragen – dazu muss sich "Elizabeth Ann" jetzt nur noch erfolgreich paaren.

Verwendete Quellen:

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