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Vermietetes Zelt auf Balkon f├╝r 480 Euro ist PR-Gag

Von t-online, mk

Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
"Originelles WG-Zimmer mit Blick auf den Sternenhimmel": Mit diesem Fake-Angebot eines Zeltes auf einem Z├╝rcher Balkon wollen die Jungpolitiker Missst├Ąnde aufzeigen.
"Originelles WG-Zimmer mit Blick auf den Sternenhimmel": Mit diesem Fake-Angebot eines Zeltes auf einem Z├╝rcher Balkon wollen die Jungpolitiker Missst├Ąnde aufzeigen. (Quelle: Screenshot/meinwgzimmer.ch)
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Z├╝rich geh├Ârt zu den teuersten St├Ądten der Welt, besonders Studenten leiden unter den hohen Mieten. Jungpolitiker haben nun mit einem skurrilen Inserat auf die Missst├Ąnde aufmerksam gemacht.

"Ich vermiete ein 'WG-Zimmer', was vor allem f├╝r die w├Ąrmere Jahreszeit geeignet ist." Sinn f├╝r Humor scheint die neue Mitbewohnerin in spe schon mal zu haben. Und bezahlbar scheint das "Zimmer" f├╝r umgerechnet 480 Euro auch ÔÇô jedenfalls f├╝r Z├╝rcher Verh├Ąltnisse. Wer die Zweier-WG komplettieren m├Âchte, sollte allerdings nicht k├Ąlteempfindlich sein ÔÇô denn geschlafen wird in einem Zelt auf dem Balkon.

"Ich w├╝rde gerne mit einer anderen Person zusammen wohnen und meine Miete etwas reduzieren", erz├Ąhlt die 27-j├Ąhrige Inserentin dem Portal "20minuten.ch". F├╝r zwei Personen sei ihre 2,5-Zimmer-Wohnung aber zu klein. "Deshalb kam mir die Idee mit dem Zelt." Es h├Ątten sich schon mehrere Interessierte gemeldet, vor allem Studierende f├Ąnden die Idee cool. "Es sei mal etwas anderes, schreiben viele." Die Wohnungssituation in der Stadt sei schwierig, ein bezahlbares Zimmer zu finden "fast unm├Âglich." Sie wolle jemanden die M├Âglichkeit bieten, g├╝nstig in der Stadt zu wohnen.

"Auf das Inserat haben sich rund 15 Personen gemeldet"

Nun hat sich herausgestellt: Das skurrile Angebot ist ein Fake. Die Aktion stammt von Jungpolitikern der Stadt, wie das Portal "20minuten.ch" berichtet. "Wir wollten mit der Aktion auf die Missst├Ąnde im Z├╝rcher Wohnungsmarkt aufmerksam machen", sagt Serap Kahriman von den Jungen Gr├╝nliberalen Stadt Z├╝rich. Die Dringlichkeit einer solchen Aktion l├Ąsst sich an den R├╝ckmeldungen erkennen.

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"Auf das Inserat haben sich rund 15 Personen gemeldet, die meisten davon Studierende. Das ist schockierend.", sagte die 31-J├Ąhrige. Sie fordert: "Es braucht dringend mehr preisg├╝nstigen Wohnraum f├╝r junge Menschen und mehr Durchmischung im bestehenden preisg├╝nstigen Wohnraum, also in den Genossenschaften."

"Das schockierende Resultat der Mietpreis-Treiberei"

Auch der Z├╝rcher Mieterverband hatte zuvor auf das Angebot reagiert und sich wenig begeistert gezeigt. "Dass in Z├╝rich ein Zelt auf einem Balkon f├╝r 500 Franken vermietet wird, ist das schockierende Resultat der Mietpreis-Treiberei in dieser Stadt", sagt Sprecher Walter Angst dem Portal. Grunds├Ątzlich verboten sei so ein Inserat aber nicht, so der Rechtsanwalt Beat Rohrer. F├╝r einen Wohnraum m├╝ssten aber gewisse Standards eingehalten werden, zum Beispiel bei der Beleuchtung, L├Ąrm- und Brandschutz.

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Das Fake-Inserat ist nicht die erste Aktion dieser Art. Wie "20minuten.ch" weiter berichtete, gab sich erst vor Kurzem eine Kunststudentin auf Tiktok als Obdachlose aus, die ihre Wohnung verloren hatte und sich aufgrund der hohen Mieten keine neue leisten konnte. Auch sie wollte damit auf die fast unbezahlbaren Mieten aufmerksam machen.

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