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Wachmann malt Augen auf wertvolles Kunstwerk


Wachmann malt Augen auf wertvolles Kunstwerk

Von t-online, ann

10.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Kunstausstellung (Symbolbild): In Russland hat ein Wachmann selbst zum Stift gegriffen.Vergrößern des BildesKunstausstellung (Symbolbild): In Russland hat ein Wachmann selbst zum Stift gegriffen. (Quelle: Belga/imago-images-bilder)
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Er war erst wenige Stunden im Job – und sorgte schon für einen Skandal, der die Polizei auf den Plan rief. Sein Eingriff in die Kunst dürfte für einen russischen Wachmann wohl eine saftige Strafe nach sich ziehen.

Noch keinen ganzen Tag im Job und schon einen Kunst-Skandal verursacht: Ein Wachmann im russischen Jekaterinburg hat an seinem ersten Arbeitstag im Jelzin-Zentrum ein kostbares Gemälde beschädigt – indem er Augen auf die Figuren auf dem Bild aufzeichnete. Im Original haben die insgesamt drei Köpfe weder Augen noch Nasen und Münder.

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Besuchern fiel die Veränderung an dem Gemälde mit dem Titel "Drei Figuren" der russischen Künstlerin Anna Leporskaja rasch auf, sie meldeten sich bei der Leitung. Die schaltete die Polizei ein. Das Ergebnis der Ermittlungen: Der 60-jährige Wachmann griff wohl an seinem ersten Arbeitstag zum Stift und machte sich am Kunstwerk zu schaffen. Die Motive des Wachmanns seien unklar, teilte die Kuratorin der Ausstellung der "Art Newspaper" zufolge mit. Man gehe derzeit von einer psychischen Störung aus.

Der Eingriff in die Kunst hat für den Mann Konsequenzen: Seinen Job hat er bereits verloren, die Polizei hat ihn wegen Vandalismus festgenommen. Ihm droht nun eine Geldstrafe von umgerechnet bis zu 880.000 Euro, ein Jahr Strafarbeit oder bis zu drei Monaten Gefängnis. Immerhin: Das Gemälde ist nicht dauerhaft beschädigt. Die Tinte soll nur leicht in das Gemälde eingedrungen und gut zu entfernen sein.

Reinigungskraft wischt Beuys vom Boden

Künstlerin Leporskaja befindet sich nun in prominenter Gesellschaft. Denn immer wieder kommt es zur Zerstörung von Kunst durch Unkundige – oder Genervte. So übermalten 1952 Bewohner einer Arbeitersiedlung in Polen ein Fresko, das einst Pablo Picasso auf einem Besuch hinterließ. Es könnte heute beträchtliche Summen wert sein. Allein: Die Kunstliebhaber, die in die Siedlung strömten, nervten die Bewohner.

Schlagzeilen machte 2012 auch eine Rentnerin in Spanien, die ein hunderte Jahre altes Jesus-Fresko in einer Kirche ausbessern wollte – und es bis zur Unkenntlichkeit übermalte. In Deutschland zerstörten in gleich zwei Fällen Reinigungskräfte Werke großer Künstler: 2011 entfernte eine Reinigungskraft in Dortmund Martin Kippenbergers Installation "Wenn's anfängt durch die Decke zu tropfen", 1986 wurde in der Düsseldorfer Kunstakadamie Joseph Beuys "Fettecke" einfach weggewischt.

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