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"Nahezu ausgeschlossen": Software enttarnt falsche Maddie McCann


Software enttarnt falsche Maddie McCann

Von t-online, cck

Aktualisiert am 23.02.2023Lesedauer: 2 Min.
An einer Litfaßsäule hängt ein Plakat mit dem Bild von der vermissten Maddie McCann: Eine junge Frau behauptete auf Social Media, sie sei McCann.
An einer Litfaßsäule hängt ein Plakat mit dem Bild der vermissten Maddie McCann: Eine junge Frau behauptete auf Social Media, sie sei McCann. (Quelle: imagebroker/imago images)
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Lebt Maddie McCann noch? Diese Frage glaubte eine junge Frau, beantworten zu können und behauptete, das vor 16 Jahren verschwundene Mädchen zu sein.

Eine junge Polin verursachte vor wenigen Tagen Aufregung: Sie behauptete, die vor 16 Jahren in Portugal verschwundene Maddie McCann zu sein. Mehr dazu lesen Sie hier. An der Darstellung gab es bereits erhebliche Zweifel. Nun liefert eine Gesichtserkennungs-Software neue Erkenntnisse.

Christian Fehrlin, Geschäftsführer von Ava-X, einem Schweizer Hersteller von Gesichtserkennungssoftware, hat die Bilder der jungen Polin und Maddie McCanns in seiner Software verglichen. Sein Urteil: "Es ist nahezu ausgeschlossen, dass diese Frau Maddie McCann ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), "zu 99 Prozent".

Vor allem die Nasenpartie und die Form der Augenbrauen unterscheiden sich demnach, auch die Augen stehen bei der jungen Frau deutlich enger zusammen als bei Maddie McCann. Fehrlin sagte dem RND, der Test habe eine Genauigkeit von 99,83 Prozent. "Den DNA-Test kann man sich in dem Fall sparen."

Deutscher ist Tatverdächtiger

Am 3. Mai 2007 verschwand die damals dreijährige Madeleine aus Großbritannien aus einem Ferienappartement im portugiesischen Praia da Luz. Die Eltern hatten Maddie und ihre beiden jüngeren Geschwister im Appartement gelassen, als sie in einem nahegelegenen Restaurant mit Freunden zu Abend aßen.

Im Juni 2020 hatten das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend mitgeteilt, dass ein Mann aus Deutschland im Fall Maddie unter Mordverdacht stehe. Ihm werden drei Fälle schwerer Vergewaltigung und zwei Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern vorgeworfen. Die Taten soll er zwischen Ende Dezember 2000 und Juni 2017 in Portugal begangen haben.

Derzeit sitzt der 45-Jährige eine siebenjährige Haftstrafe ab, die er für die Vergewaltigung einer US-Amerikanerin im Jahr 2005 im portugiesischen Praia da Luz bekam. Da diese Haftzeit wegen der Vergewaltigung der US-Amerikanerin im September 2025 voll verbüßt wäre, hatte die Staatsanwaltschaft auch einen Haftbefehl beantragt. Eine Vollstreckung ist laut Gericht aber derzeit nicht möglich, weil es dafür der Zustimmung Italiens bedarf. Dort war der Angeschuldigte aufgegriffen worden. Er wurde nach Deutschland ausgeliefert.

Verwendete Quellen
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