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Wieder tödlicher Unfall in Offshore-Windpark

Von dapd
04.05.2012Lesedauer: 1 Min.
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Die Serie tödlicher Arbeitsunfälle in deutschen Offshore-Windparks reißt nicht ab: Im Windpark "alpha ventus", 45 Kilometer nördlich der ostfriesischen Insel Borkum, ist am Donnerstag ein britischer Taucher ums Leben gekommen, wie die Wasserschutzpolizei am Freitag in Wilhelmshaven mitteilte.

Todesursache ist nach Angaben des Betreiberkonsortiums DOTI in München ein Herzinfarkt. Es ist bereits der dritte Todesfall in Offshore-Windparks in der Nordsee seit Sommer 2010.

Der 48-Jährige wollte nach Angaben der Polizei unter Wasser Wartungsarbeiten an der Plattform einer Windkraftanlage erledigen. Der Taucheinsatz fand nach DOTI-Angaben in einer Wassertiefe von zwei Metern statt. Der Mann hatte für eine dänische Firma gearbeitet, die mit Instandsetzungsarbeiten an den Fundamenten beschäftigt ist.


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Taucher klagte über Probleme

Nachdem der Taucher während des Einsatzes über gesundheitliche Probleme klagte, wurde den Angaben zufolge ein Notarzt per Helikopter angefordert. Kollegen zogen den Mann an Bord des Basisschiffes und leisteten erste Hilfe. Als der Notarzt ankam, konnte er nur noch den Tod des Tauchers feststellen.

Der vorläufige Befund des Notarztes geht von einem Herzinfarkt aus. Fremdeinwirkung wurde ausgeschlossen und eine Obduktion angeordnet. DOTI, ein Zusammenschluss der Energieversorger EWE, E.ON und Vattenfall, bedauerte den Vorfall und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

"alpha ventus" ist der erste deutsche Offshore-Windpark. Im 45 Kilometer weiter nördlich gelegenen Windpark "BARD Offshore I" waren bei Arbeitsunfällen im Januar sowie im Sommer 2010 bereits ein deutscher Industriekletterer und ein schwedischer Taucher gestorben.

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