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Regen lässt Flüsse im Südosten anschwellen

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 2 Min.
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Während im Westen langsam wieder die Sonne die Oberhand gewinnt, bekommt der Südosten Deutschlands noch einmal eine Ladung Regen ab. "Derzeit liegt eine Luftmassengrenze über Deutschland, an der sich heftige Regenfälle entwickeln", sagte Fabian Ruhnau von der Meteomedia Unwetterzentrale gegenüber wetter.info. Lokal drohen Überschwemmungen.

An mehreren Orten im Allgäu fielen binnen 24 Stunden mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - das sei etwa so viel wie normalerweise im ganzen Monat Juli, teilte der Hochwassernachrichtendienst in München mit. Keller liefen voll Wasser, Straßen wurden überflutet, mehrere Jugend-Zeltlager wurden geräumt.

Am Starnberger See wird es kritisch

Am Starnberger See spitzte sich die Lage nach Angaben der Feuerwehr zu. Sie öffnete deshalb eine sogenannte Flutmulde, um das Wasser abzuleiten. Die Bayerische Seenschifffahrt schränkte ihren Verkehr dort stark ein. Am Bahnhof von Starnberg errichtete das Technische Hilfswerk wegen des Hochwassers Fußgängerstege.

Hochwasser an der Illach

Auch bayerische Flüsse schwollen stark an. An der Illach, einem Zufluss zum Lech in Oberbayern, und an der Ammer bei Weilheim wurde die Meldestufe 3 erreicht. "Das wird dazu führen, dass der Wasserpegel der größeren Flüsse im Laufe des Tages steigt", sagte ein Sprecher des Hochwassernachrichtendienstes. Auch an der Donau erwartet der Dienst Hochwasser.

Boden mit Wasser gesättigt

In Friedrichshafen am Bodensee waren die Niederschlagsmengen so groß, dass das Wasser vom Erdreich nicht mehr aufgesogen wurde und stellenweise über Straßen und Wiesen floss. Auch dort liefen nach Angaben der Stadt in der Nacht zum Freitag zahlreiche Keller voll. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Rotach, die in Friedrichshafen in den Bodensee mündet, blieb jedoch rund 20 Zentimeter unter der kritischen Marke von 2,26 Metern.

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Der Pegelstand des Bodensees ist nach den Niederschlägen der vergangenen Tage zwar deutlich gestiegen, bewegt sich jedoch auf einem für die Jahreszeit durchschnittlichen Niveau. In Konstanz wurden am Freitag 4,39 Meter gemessen. Die erste Alarmstufe wird erst bei 4,80 Metern erreicht.

Die ganze Nacht über Regengüsse

Zum Abend hin sind auch für das südliche Sachsen, für Niederbayern und die Oberpfalz kräftige Regenfälle angekündigt. Auch in den odernahen Gebieten können aus Polen ähnliche Unwetter herüberziehen. "Die Regengüsse halten die ganze Nacht über an", so Ruhnau.

Am Samstag ruhiger

In der Nacht kommen in den gefährdeten Gebieten 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter herunter, örtlich können auch 50 bis 60 Liter zusammenkommen. Kleinere Bäche können anschwellen, lokale Überflutungen sind möglich. "Am Samstag wird es in Bayern ruhiger", erklärte Ruhnau. Kräftigen Regen und Gewitter kann es dann aber immer noch im östlichen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern geben.

Quelle: wetter.info, mj, dpa

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