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Hochwasser erreicht Brandenburg

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 3 Min.
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Das Hochwasser der Neiße und der Spree hat inzwischen Brandenburg erreicht. Der Krisenstab hat im Landkreis Spree-Neiße Evakuierungen in den Ortschaften Klein Bademeusel, Pusack und Bahren angeordnet. Wie eine Sprecherin sagte, leben dort insgesamt gut 100 Menschen.

Die meisten hätten sich aber entschlossen, zunächst in ihren Häusern zu bleiben und die Lage zu beobachten. Falls es zu kritisch werde, sei alles für eine schnelle Räumung vorbereitet. In Guben 65 Kilometer flussabwärts ist den Angaben zufolge ein Krankenhaus gefährdet. Auch dort bereiteten die Behörden alles für eine Evakuierung vor.

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An mehreren Abschnitten von Spree und Neiße gelte die höchste Hochwasserwarnstufe 4, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Potsdam. Der Pegel sinke inzwischen zwar wieder, sagte der Ministeriumssprecher mit Verweis auf den Krisenstab des Landkreises. Der Wasserdruck bleibe aber dennoch hoch.

In den Krisenstäben vor Ort und im Land bereitet den Experten vor allem Sorge, dass die Deiche an beiden Gewässern größtenteils Jahrzehnte alt sind. Nach den sogenannten Jahrhundertfluten 1997 und 2002 an Oder und Elbe waren zunächst dort alle Schutzbauten erneuert worden. An Neiße und Spree dagegen blieb alles auf dem Stand aus DDR-Zeiten. "Dort haben wir bisher kaum Erfahrungen mit Hochwasser", erläuterte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude.

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Zufall könnte Entlastung bringen

"Die Feuerwehrleute verbauen schon erste Sickerstellen", berichtete auch Ministerpräsident Matthias Platzeck, der einmal mehr in seine Paraderolle als "Deichgraf" schlüpfte. Er fuhr noch am Montag in die Katastrophenregion, um sich ein Bild von der Lage zu machen und den Krisenstab in Cottbus zu leiten. "Die Spree hat zuletzt 1981 ein so großes Hochwasser gehabt", sagte er.

Entlang des Flusses, der in der sächsischen Oberlausitz entspringt und dann vom Spreewald bis nach Berlin verläuft, verschafft den Anwohnern möglicherweise ein Zufall Entlastung. Die Talsperre Spremberg kurz hinter der Landesgrenze zu Sachsen war in den vergangenen Wochen deutlich entleert worden, weil am Abfluss gebaut werden musste.

Jetzt kann hinter der Staumauer ein großer Teil des Hochwassers zunächst zurück gehalten werden. "Wir werden jetzt ganz schnell bis Dienstag die Baustelle räumen, um in den nächsten Tagen dosiert Wasser in Richtung Spreewald ablassen zu können", kündigte Amtspräsident Freude an. Wegen der Flut laufen derzeit 90 Kubikmeter pro Sekunde in die Talsperre hinein. "Das ist enorm viel", sagte Freude. Wenn die Baustelle geräumt ist, sollen am anderen Ende 50 bis 70 Kubikmeter pro Sekunde abgelassen werden. "Das schafft Entlastung, aber trotzdem wird in den nächsten Tagen gut das Zehnfache der derzeitigen Wassermenge spreeabwärts fließen", warnte der Fachmann.

Bis Berlin abgeschwächt

Das großflächig Felder und Gärten sowie vereinzelt auch Häuser überflutet werden, gilt als sicher. Und auch die Stadt Spremberg hat nichts von der nahen Talsperre, sie liegt noch flussaufwärts des Stausees. Am Montag rollte die Scheitelwelle durch den Ort.

Bis Berlin aber wird sich die Flut nach derzeitigen Prognosen der Experten deutlich abgeschwächt haben. "Der Spreewald und auch der Müggelsee im Südosten der Hauptstadt wirken wie natürliche Speicher", erläuterte Freude. Dort kann viel Wasser ablaufen, das dann nicht in Berlin ankommt.

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UNESCO-Welterbe betroffen

Am Montag hatten nach einem Deichbruch die Wassermassen der Neiße zwei vor Bad Muskau liegende Dörfer überflutet. Es handelt sich um Podrosche und Sagar. "Sie stehen unter Wasser", sagte Andreas Johne vom Katastrophenschutzstab des Landkreises Oberlausitz-Niederschlesien.

Betroffen ist auch das UNESCO-Welterbe Fürst-Pückler-Park, das zu einem Teil in der Stadt Bad Muskau liegt. Der Schlosspark steht zur Hälfte unter Wasser. Neues Schloss und Orangerie sind von Wasser umgeben, höher gelegene Teile der Anlage blieben zunächst verschont. Die Mitarbeiter der Parkstiftung hatten das Gelände am Mittag verlassen müssen, da die Lage zu gefährlich geworden sei, sagte Sprecherin Cornelia Wenzel. Seit Samstag hatten sie Gebäude mit Sandsäcken geschützt und wertvolle Gegenstände in Sicherheit gebracht.

Wetterlage verbessert sich

Entgegen früherer Befürchtungen gibt es auch beim Wetter vorerst Entwarnung: "Bis zum Ende der Woche wird es keine Verschärfung der Hochwasserlage durch neue Regenfälle geben", sagte Fabian Ruhnau von der Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Punktuell könnten zwar noch mal kräftige Schauer oder Regenfälle herunter kommen, "das sind aber keine extremen Mengen mehr", beruhigte der Meteorologe. Am Dienstag bleibe es in den betroffenen Gebieten sogar meist trocken.

Die Neiße war in der Nacht zum Sonntag nach einem Dammbruch in Polen rasend schnell angestiegen, der Pegel in Görlitz binnen drei Stunden um vier Meter geklettert. Polnische und deutsche Experten werden nach seinen Angaben in den nächsten Tagen zusammen die Mauer untersuchen, um die Gründe für den Bruch herauszufinden.

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Quelle: AFP, apn, dpa

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