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Unwetterwarnung: Orkantief "Elon" dreht zum Wochenende richtig auf

"Der Sturm ist nicht ungefährlich"  

Orkantief "Elon" dreht zum Wochenende richtig auf

09.01.2015, 07:34 Uhr | wetter.info, ebs

Unwetterwarnung: Orkantief "Elon" dreht zum Wochenende richtig auf. Unwetter; Sturm (Quelle: imago/Jens Koehler)

Meterhohe Wellen brechen sich bei Windstärke 8 am Leuchtturm in Sassnitz auf der Insel Rügen. (Quelle: imago/Jens Koehler)

Freitag und Samstag sorgt Orkantief "Elon" landesweit für einen "flächendeckenden Sturm mit schweren Sturmböen und vereinzelten orkanartigen Böen", sagt Thomas Sävert von der Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Besonders heftig mit Orkanböen geht es an den Küsten und in den Bergen zu.

"Der Sturm ist nicht ungefährlich, es sind in jedem Fall Schäden zu erwarten", prognostiziert Sävert. Zugleich warnt er jedoch auch vor Hysterie: "So schlimm wie bei Kyrill 2007 wird es nicht werden."

Spaziergang im Wald zu gefährlich

Ein Spaziergang im Wald ist dennoch absolut tabu: "Viel zu gefährlich", warnt der Meteorologe. Denn den einen oder andern Baum können solche Windstärken schon umwerfen .Auch Autofahrer sollten sich vor herabstürzenden Ästen in Acht nehmen. Im Garten und auf dem Balkon gilt es, alles windfest zu machen und beispielsweise Blumentöpfe ins Haus zu stellen.

Auch die Deutsche Bahn will auf den Sturm reagieren: "Wenn es konkret wird, werden die Züge auf bestimmten Streckenabschnitten die Geschwindigkeit reduzieren", sagte ein Bahn-Sprecher. Laufend kümmerten sich Kollegen darum, dass Bäume und Büsche, die nahe an den Gleisen wachsen, aus Sicherheitsgründen zurückgeschnitten würden. "Beispielsweise beim Sylt-Shuttle gibt es ab Windstärke zehn Einschränkungen", sagte der Sprecher. Ab Windstärke 11 werde der Verkehr dort eingestellt.

"Elon" verschont am Freitag niemanden

Der Freitag steht ganz im Zeichen des Sturms. "Elon" verschont so gut wie niemanden mit seinem aufbrausenden Charakter. "Schwere Sturmböen von über 80 Kilometern pro Stunde sind dann überall unterwegs, im Norden und Nordosten verbreitet auch orkanartige Böen von 110 Kilometern pro Stunde und an den Küsten und in den Hochlagen der Berge Orkanböen - mit über 118 Kilometern pro Stunde", sagt Sävert.

Dazu regnet es in einem fort. Die Schneefallgrenze steigt auf 1100 bis 1400 Meter an. Die Temperaturen klettern auf Höchstwerte von 6 bis 11 Grad, im Westen örtlich sogar auf um 12 Grad.

"Spannende Wetterlage"

Der Samstag markiert dann den vorläufigen Höhepunkt des Wintersturms: "Elon" gibt noch mal alles und beschert uns eine wirklich "spannende Wetterlage", so Sävert. Verbreitet muss man dann mit Sturmböen, in der Nordhälfte mit schweren Sturmböen oder orkanartigen Böen rechnen. An den Küsten und im Bergland können erneut Böen bis Orkanstärke auftreten.

Außerdem regnet es verbreitet, örtlich auch kräftig. Lediglich im Süden von Baden-Württemberg und Bayern ist es zunächst meist trocken. Mit Höchstwerten zwischen 10 und 15, im Süden örtlich 17 Grad ist es fast "frühlingshaft mild", so Sävert. Nachmittags verlagert sich der Regen in den Süden. Im Nordwesten und Norden lockern die Wolken auf, es gibt aber einzelne Schauer.

Zum Abend hin wird es jedoch bereits wieder deutlich kühler, und die Schneefallgrenze sinkt von der Eifel über das Sauerland bis zum Harz auf 300 bis 600 Meter ab. In der Nacht zum Sonntag und am Sonntagmorgen geht der Regen am Alpenrand bis in tiefe Lagen in Schnee über.

Es kühlt wieder merklich ab

Am Sonntag ist es dann mit Höchstwerten von 3 bis 7 Grad schon wieder deutlich frischer. Zudem hält das wechselhafte und stürmische Schauerwetter weiter an. Zum Teil sind dann auch Schnee und Graupel mit von der Partie und örtlich gibt es Gefahr von Glätte. "Der Sturm ist nicht mehr so dramatisch wie am Tag zuvor, aber die Böen sind dennoch deutlich spürbar", so Sävert.

Neue Woche ebenfalls stürmisch

Am Montag lässt der Sturm ein bisschen nach. Im Norden und Nordwesten regnet es verbreitet bei milden 6 bis 8 Grad. Nach Süden hin ist es etwas kühler mit Höchstwerten zwischen 1 und 6 Grad. Während es in Baden-Württemberg überwiegend trocken bleibt, fällt in Bayern Regen oder Schneeregen, in Ostbayern auch etwas Schnee. Der Südwestwind weht mäßig bis frisch mit Sturmböen im Bergland und an der Nordsee.

Derzeit sieht es auch für die ersten Tage der neuen Woche nach nassem und stürmischem Wetter aus. "Denn es ziehen ständig neue Tiefausläufer heran", sagt der Meteorologe. Zur Zeit ist weder eine Wetterberuhigung noch ein Wintereinbruch in Sicht.

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