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Nun doch: Tebartz-van Elst soll bereits im Vatikan arbeiten

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 08.02.2015Lesedauer: 2 Min.
Hat es Tebartz-van Elst am Ende doch in den Vatikan geschafft?
Hat es Tebartz-van Elst am Ende doch in den Vatikan geschafft? (Quelle: epd/imago-images-bilder)
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Das Verwirrspiel um Franz-Peter Tebartz-van Elst hat wohl ein Ende gefunden: Der in Ungnade gefallene frühere Limburger Bischof soll nun doch einen Job im Vatikan erhalten.

Nach Informationen der Presseagentur dpa wurde der 55-Jährige bereits im Dezember zum Sekretär im Päpstlichen Rat für Neuevangelisierung ernannt. Auch der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete darüber. Demnach habe Tebartz-van Elst die durch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete Urkunde schon überreicht bekommen.


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Bereits Ende Januar kursierten Gerüchte über eine möglich Berufung Tebartz-van Elsts in den Vatikan. Daraufhin berichteten viele deutsche Medien, darunter auch t-online.de, Papst Franziskus denke gar nicht daran, den Deutschen nach Rom zu holen.

Die "Passauer Neue Presse" schrieb hingegen, dass die Ernennungsurkunde auf Lateinisch verfasst sei und mit den Worten "Summus Pontifex Franciscus nominavit" ("Der oberste Pontifex Franziskus hat ernannt") beginne - was beweise, dass der Papst die Ernennung vorgenommen habe.

Kein Kommentar aus dem Vatikan

Informanten sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass Tebartz' Ernennung vermutlich nicht im Bulletin, den offiziellen Mitteilungen des Vatikans, auftauchen werde - was auf eine problematische Kommunikation in diesem Fall hindeutet. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärt zur Personalie Tebartz-van Elst auf Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeigers" lediglich: "Dazu habe ich nichts zu sagen." Sowohl das Bistum Limburg als auch die Deutsche Bischofskonferenz hätten laut der Zeitung zu keinem Zeitpunkt Kenntnis über die Abläufe gehabt.

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Der Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung ist eine Behörde der römischen Kurie, also der Verwaltung des Vatikans. Aufgabe ist die Verkündung des Evangeliums im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Geleitet wird die 2010 gegründete Behörde vom italienischen Kurien-Erzbischof Rino Fisichella.

Wirbel um Millionen-Verschwendung

Tebartz-van Elst wurde 2013 nach dem Wirbel um den 30 Millionen Euro teuren Bischofssitz und einen Erste-Klasse-Flug nach Indien seines Amtes als Diözesanbischof von Limburg enthoben. Die Vorkommnisse, die bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatten, brachten ihm damals den Spitznamen "Protz-Bischof" ein. Im März 2014 nahm der Papst seinen Rücktritt an.

Seit Ende 2014 wohnt Tebartz-van Elst in Regensburg. Dort arbeitet für ihn auch eine Sekretärin, die vom Bistum bezahlt wird. Teile des Domkapitels hatten sich dagegen ausgesprochen. Dem Domkapitel unterliegt die administrative und liturgische Leitung der jeweiligen Kathedralkirche.

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