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Unwetter: Braunschweig drohen Überschwemmungen

Hochwasser nach Dauerregen  

In Niedersachsen steigen noch immer die Pegel

27.07.2017, 17:32 Uhr | dru, dpa, t-online.de, df

Unwetter: Braunschweig drohen Überschwemmungen. In Hildesheim hofft die Feuerwehr, dass die Sandsack-Barrikaden halten. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

In Hildesheim hofft die Feuerwehr, dass die Sandsack-Barrikaden halten. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Der Dauerregen ist erst einmal vorbei, doch die Hochwassergefahr ist keineswegs gebannt. Während im Harz vielerorts das Aufräumen begann, stiegen weiter flussabwärts im Niedersachsen noch die Pegel. In Braunschweig wird der Höchststand der Oker am Abend erwartet.

Dort war nach Angaben der Stadtverwaltung damit zu rechnen, dass einige ausgewiesene Gebiete entlang der Oker überschwemmt werden. Anwohner wurde aufgefordert, entsprechende Vorkehrungen zu treffen und beispielsweise Hauseingänge abzudichten und Gegenstände in Kellern hochzustellen. Die Feuerwehr Braunschweig betonte, es würden "keine Stadtteile überflutet".

Angespannte Lage in Hildesheim

Auch im niedersächsischen Hildesheim verschärfte sich die Lage noch einmal vorübergehend, nachdem in der Nacht zum Donnerstag der Pegel des Flusses Innerste erneut knapp über sieben Meter stieg. Im Laufe des Tages sank der Wasserstand dann wieder langsam. Sorgen bereiteten der Feuerwehr vor allem die durchnässten Deiche und Sandsäcke. Zudem stieg das Grundwasser.

In Hildesheim hofft die Feuerwehr, dass die Sandsack-Barrikaden halten. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)In Hildesheim hofft die Feuerwehr, dass die Sandsack-Barrikaden halten. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

"Bisher hält alles", sagte ein Sprecher der Hildesheimer Feuerwehr. Die Deiche in der Stadt wurden ständig verstärkt und "neuralgische Punkte" besonders geschützt. Evakuierungen wurden nicht nötig. Ein Sprecher des Landkreises Hildesheim betonte, die Lage sei "im Griff".

Goslar: Kein Katastrophenalarm mehr

In dem ebenfalls in Südniedersachsen gelegenen Landkreis Goslar wurde der am Mittwoch ausgerufene Katastrophenalarm in der Nacht zum Donnerstag wieder aufgehoben, nachdem sich die Lage deutlich entspannte. In der Harzstadt selbst hatte die Altstadt unter Wasser gestanden.

In Sachsen-Anhalt wurde am Donnerstag der kleine Ort Harsleben im Landkreis Harz großflächig überschwemmt, nachdem der Goldbach über die Ufer getreten war. "Die Menschen standen teilweise fast zur Hüfte im Wasser", sagte Ute Pesselt, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Vorharz. Gegen Mittag begann der Pegel in dem 2000-Einwohner-Ort langsam wieder zu fallen.

Harz am stärksten betroffen

Die Harzregion war am stärksten von dem unwetterartigen Dauerregen der vergangenen Tage betroffen. Kleine Bäche verwandelten sich zu reißenden Strömen. Allein in Niedersachsen waren nach Angaben des Landesinnenministeriums bis Donnerstag mehr als 3400 Helfer im Einsatz. Sie verbauten tausende Sandsäcke.

Auf der in Sachsen-Anhalt gelegenen Harzseite lief wie erwartet am Mittwochabend infolge des Dauerregens das Wasser der Zillierbachtalsperre oberhalb von Wernigerode über. Die Lage war nach Angaben des Talsperrenbetriebs "unproblematisch", das Wasser floss in den Zillierbach ab.

Trotz "Jahrhundertregens" in Berlin und teils enormer Niederschlagsmengen in den vergangenen Tagen: Hinweise auf klimatische Veränderungen ließen sich aus solchen Einzelereignissen nicht schließen, erklärt Meteorologe Heiko Wiese von MeteoGroup. "Die Mittelwerte der vergangenen Jahre haben sich immer auch aus Extremen gespeist. Sehr trockene und heiße Sommer wie der von 2003 spielten da genauso mit rein, wie sehr verregnete Sommer."

Wetterlagen mit anhaltendem Starkregen habe es immer wieder gegeben, ohne dass es sofort dramatische Folgen nach sich gezogen hätte. "Trifft ein solches Wetterextrem aber auf eine Großstadt wie Berlin, können die Auswirkungen eben besonders gravierend sein."

Dauerregen zieht ab

Insgesamt gingen die Niederschläge am Donnerstag deutlich zurück. Tief "Alfred", das in den vergangenen Tagen in vielen Teilen Deutschlands für Hochwasser und tiefgraue Himmel sorgte, zog nach Osten weiter.  "Die Lage hat sich entspannt", erklärt Wiese.

Am Donnerstag Vormittag blieb das Wetter in einem Band von der Ostsee bis Bayern zunächst freundlich. Von Westen her brachte Tief "Bernhard" neuen Regen nach Deutschland. Niederschläge gab es vor allem im südlichen Hessen, in Unterfranken, im nördlichen Baden-Württemberg bis zum Breisgau. "Sie sind aber weitaus weniger intensiv und nicht so lang anhaltend wie in den vergangenen Tagen", so Wiese.

Im Tagesverlauf bleibt es im Norden freundlicher als im Süden. Hier und da sind Schauer möglich. Am Freitag kann es am Oberrhein und Richtung Bodensee, aber auch in Teilen Sachsens und Brandenburgs sommerlich warm werden.

"Samstags können im Süden örtlich 30 Grad erreicht werden", erklärt der Meteorologe. Im Norden bleibe es leicht wechselhaft bei 18 bis 24 Grad. Überwiegend werde aber freundliches und weitgehend niederschlagsfreies Wetter erwartet.

Sonntag steigt die Gefahr von Unwettern wieder an. Vor allem im Osten und Südosten sind dann Gewitter möglich. Die Lage bleibt auch kommende Woche ähnlich. Freundliche Abschnitte wechseln sich mit Regen ab. Besonders im Süden wird es dabei sommerlich warm.

Der Trend setzt sich in der zweiten Wochenhälfte fort: es wird relativ warm, aber wechselhaft. Nur selten steigen die Temperaturen dann über 25 Grad.

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