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Wetter: Trotz Hitze kann es zu "erheblichen Gewittern kommen"

Hitze und heftige Unwetter  

"Abkühlung ist nicht in Sicht"

Von Patrick Diekmann

29.05.2018, 12:02 Uhr
Frankfurt am Main: Ein Blitz durchzuckt den Abendhimmel während eines Gewitters (Quelle: dpa)

Gerade macht uns das Wetter verrückt: Sturm, Gewitter, Hitze, Regenschauer. Was ist da los? (Quelle: SAT.1)

Wie geht es weiter?

Gerade macht uns das Wetter verrückt: Sturm, Gewitter, Hitze, Regenschauer. Was ist da los, Dr. Alexander Hildebrand, und wie geht es jetzt weiter? (Quelle: SAT.1)

Gerade macht uns das Wetter verrückt: Sturm, Gewitter, Hitze, Regenschauer. Was ist da los? (Quelle: SAT.1)


Bis zu 33 Grad, Starkregen und Gewitter: Trotz Unwetter bleibt es in Deutschland sommerlich heiß und es gibt immer wieder schwere Unwetter. Hier sind die Aussichten für die kommenden Tage.

Verfolgen Sie hier im Live-Ticker alle aktuellen Entwicklungen zur Wetterlage

Noch vor dem meteorologischen Sommeranfang ist es in Deutschland über 30 Grad warm. Neben der Hitze wird es auch die kommenden Tage heftige Unwetter mit Starkregen und Gewittern in weiten Teilen des Landes geben.

Am Dienstag bleibt es im Osten den ganzen Tag über heiß. Bis zu 33 Grad können erreicht werden. Auch im Norden und Südosten bleibt es trocken und sonnig. Die Temperaturen liegen dort bei 25 bis 27 Grad, im Südwesten werden 22 bis 23 Grad erreicht. Während es in diesen Gebieten trocken bleibt, kann es im Westen und im Süden zu schweren Unwettern kommen.

Schwere Unwetter erwartet

"In einem Streifen von Osnabrück, Thüringen, dem Vogtland und bis zum Alpenrand kann es zu erheblichen Gewittern kommen", sagt Dustin Böttcher, Meteorologe von Meteomedia, t-online.de. "Diesmal ist Hagel nicht die Gefahr, aber es kann zu sehr starken Niederschlägen mit erheblichen Wassermengen kommen."

Dieser Wettertrend setzt sich auch die nächsten Tage fort, denn die Unwetterfronten bewegen sich nur langsam. Die heftigen Unwetter wie in Teilen von Rheinland-Pfalz sind derzeit der "Blockade" des Tiefs "Wilma" durch ein Hoch über dem Nordmeer geschuldet. "Das typische Wetter in Mitteleuropa ist das sogenannte Westwetter, das in schneller Folge durchzieht und wechselhaft ist", sagte Christian Herold, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). "Jetzt aber sind Hoch und Tief eingekeilt und verlagern sich nur sehr langsam."

Rheinland-Pfalz, Herrstein: Ein vom Unwetter angeschwemmter PKW hängt an einer Brücke in Herrstein (Kreis Birkenfeld). Der Ort ist am Sonntag Abend von einem Unwetter teilweise überschwemmt worden. (Quelle: dpa)Rheinland-Pfalz, Herrstein: Ein vom Unwetter angeschwemmter Pkw hängt an einer Brücke in Herrstein (Kreis Birkenfeld). Der Ort ist am Sonntagabend von einem Unwetter teilweise überschwemmt worden. (Quelle: dpa)

Dort, wo sich dann ein Gewitter aufbaut, hält das Unwetter dann deutlich länger an als bei schnell durchziehenden Tiefdruckgebieten. So bleibt auch der Mittwoch schwül und stickig. In der Mitte und im Südosten kann es erneut zu schweren Unwettern kommen. Im Westen und im Nordosten bleibt es sonnig und heiß. Während im Osten wieder bis zu 31 Grad erreicht werden, werden es im Süden und Westen 25 bis 27 Grad.

Am Donnerstag können weite Teile von Deutschland von Unwettern betroffen sein. "Die Wetterlage ist aber momentan nicht eindeutig", meint Böttcher. "Es bleibt auch heiß – Abkühlung ist nicht in Sicht." Während im Osten bis zu 33 Grad erreicht werden können, klettert das Thermometer im Süden und im Westen auf 22 bis 26 Grad. Dabei könnte es auch wieder zu Starkregen und Hagel kommen. 

Wetterlage wie vor zwei Jahren

Zuletzt gab es eine ähnlich stabile Wetterlage laut Herold mit einem Tief über Mitteleuropa vor genau zwei Jahren. Unwetter damals führten von Ende Mai bis Mitte Juni zu teilweise schweren Schäden. Das gilt besonders für die "Flut von Braunsbach" in Baden-Württemberg am 30. Mai 2016. "Das Gewitter selbst war noch nicht mal so extrem – aber es stand sehr lange an einer Stelle und hat Unmengen an Niederschlag abgegeben", schilderte der Meteorologe die damalige Lage.

Blitze entladen sich während eines Gewitters bei Premnitz (Brandenburg): Angesichts der stabilen Wetterlage können Gewitter aktuell lange dauern und sehr viel Niederschlag abgeben. (Quelle: dpa)Blitze entladen sich während eines Gewitters bei Premnitz (Brandenburg): Angesichts der stabilen Wetterlage können Gewitter aktuell lange dauern und sehr viel Niederschlag abgeben. (Quelle: dpa)

Allerdings lag das Tiefdruckzentrum vor zwei Jahren genau über Deutschland. In diesem Jahr ist das Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa nicht ganz so kräftig ausgeprägt und hat sein Zentrum über Frankreich.

Ganz andere Probleme als Starkregen haben einige Regionen im Nordosten Deutschlands, die vom Dauerhoch über Skandinavien beeinflusst werden: Nach wochenlanger Trockenheit ist beispielsweise in Teilen Brandenburgs und Niedersachsens die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen worden.

Montag war der bislang heißeste Tag 2018

So heiß wie am Montag war es in Deutschland in diesem Jahr noch nicht. Der Deutsche Wetterdienst registrierte in Genthin in Sachsen-Anhalt zum Wochenbeginn den Spitzenwert von 33,3 Grad Celsius. "Das war der wärmste Tag des Jahres bis jetzt", sagte ein DWD-Sprecher am Montagabend. Auch in Brandenburg war es besonders heiß, etwa in Baruth in der Nähe von Berlin wurden 32,6 Grad gemessen.

Einen deutschen Hitzerekord für einen 28. Mai gab es allerdings nicht, schon einige Male war es an diesem Datum laut DWD hierzulande heißer – letztmals 2005 in Frankfurt/Main. Auch am Dienstag werden wieder Temperaturen von bis zu 33 Grad erwartet.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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