Sie sind hier: Home > Panorama >

Angriff mit Pfeil und Bogen: US-Bürger von Ureinwohnern auf indischer Insel getötet

Angriff mit Pfeil und Bogen  

US-Bürger von Ureinwohnern auf indischer Insel getötet

21.11.2018, 19:17 Uhr | dpa

Angriff mit Pfeil und Bogen: US-Bürger von Ureinwohnern auf indischer Insel getötet. Wolken über der zu Indien gehörenden North Sentinel Insel in der Andamen-See.

Wolken über der zu Indien gehörenden North Sentinel Insel in der Andamen-See. Foto: Gautam Singh/AP. (Quelle: dpa)

Neu Delhi (dpa) - Auf einer abgelegenen Insel im Indischen Ozean haben Ureinwohner nach Angaben der Polizei einen Mann aus den USA getötet.

Fischer brachten den 27-Jährigen Mitte November in die Nähe der für Außenstehende verbotenen indischen Insel North Sentinel in der Andamen-See, wie Polizeisprecher Jatin Narwal am Mittwoch sagte. Anschließend beobachteten sie demnach, wie der Mann in einem Kanu zur Insel fuhr, dort von Mitgliedern des indigenen Stammes der Sentinelesen mit Pfeilen beschossen und über den Sand gezogen worden sei.

Der Verein Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen bedauerte den Tod des Mannes, der ihren Informationen zufolge Missionar war. Er habe allerdings Schutzbestimmungen missachtet. Deshalb dürfe die Schuld für seinen gewaltsamen Tod nicht nur bei den Ureinwohnern gesucht werden, hieß es in einer Mitteilung der GfbV.

Die auf North Sentinel freiwillig abgeschottet lebenden Sentinelesen gelten als das letzte vorjungsteinzeitliche Volk der Erde; die Insel und das umliegende Gewässer im Radius von drei Seemeilen (5,6 Kilometer) sind Sperrgebiet und dürfen nicht betreten werden.

Die Sentinelesen sind verletzlich gegenüber Krankheitserregern, die Fremde einschleppen könnten. Zudem seien sie bekannt dafür, fremde Ankömmlinge in der Vergangenheit angegriffen zu haben, hieß es. 2006 seien zwei Fischer getötet worden, die den Sentinelesen zu nahe gekommen seien, schreibt die GfbV weiter.

Die internationale Nichtregierungsorganisation Survival International kritisierte ihrerseits die indischen Behörden. Diese hätten eine der Beschränkungen für das Schutzgebiet vor einigen Monaten gelockert. "Dies hat genau die falsche Botschaft gesendet und möglicherweise zu diesem schrecklichen Ereignis beigetragen", sagte der Direktor der Organisation, Stephen Corry, laut Pressemitteilung.

Der Gesellschaft für bedrohte Völker zufolge gehören die Sentinelesen zu den rund 170 weltweit freiwillig isoliert lebenden indigenen Völkern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal