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Notre-Dame-Katastrophe: Pariser Bürgermeisterin ruft nach Brand zur Einigkeit auf

Nach der Brandkatastrophe  

Pariser Bürgermeisterin ruft nach Brand zur Einigkeit auf

18.04.2019, 20:08 Uhr | dpa

Notre-Dame-Katastrophe: Pariser Bürgermeisterin ruft nach Brand zur Einigkeit auf. Feuerwehrleute vor Notre-Dame: Dank beherzter Helfer konnten Schätze unermesslichen Wertes in Sicherheit gebracht werden.

Feuerwehrleute vor Notre-Dame: Dank beherzter Helfer konnten Schätze unermesslichen Wertes in Sicherheit gebracht werden. Foto: Christophe Petit Tesson/EPA POOL/AP. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Nach dem verheerenden Brand von Notre-Dame hat die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo zu einem Schulterschluss der Franzosen aufgerufen.

"Die Zeit des Wiederaufbaus muss eine Zeit der Einigkeit werden", forderte die mächtige Sozialistin in einer emotionsgeladenen Rede. Zu Medienberichten, wonach der Brand durch einen Kurzschluss ausgelöst wurde, erklärte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage, dass "derzeit keine Hypothese ausgeschlossen" werde.

Die seit Monaten andauernden Proteste der "Gelbwesten", bei denen es gerade in Paris wiederholt zu schweren Ausschreitungen gekommen war, hatten eine tiefe Spaltung der französischen Gesellschaft offengelegt. Die Massendemonstrationen lösten zudem die bisher schlimmste Krise in der Amtszeit des sozialliberalen Staatschefs Emmanuel Macron aus.

Der Präsident machte die Notre-Dame-Katastrophe zur Chefsache und ernannte den General Jean-Louis Georgelin zu seinem Sonderbeauftragten, um den Wiederaufbau zu beaufsichtigen. Macron hat dafür fünf Jahre veranschlagt. Der 41-Jährige empfing am Donnerstag rund 300 Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Polizisten im Élyséepalast. "Das Land (Frankreich) und die ganze Welt haben uns zugeschaut, und Sie waren beispielhaft", sagte Macron laut Nachrichtenagentur AFP.

Hidalgo und Innenminister Christophe Castaner lobten bei einem Festakt vor dem Pariser Rathaus die rund 500 Feuerwehrleute, die am Montagabend eingesetzt waren. Sie habe "Mut ohne Grenzen" gesehen, sagte die Bürgermeisterin. Castaner sagte zu den Feuerwehrleuten: "Sie haben Ihr Leben riskiert, um Notre-Dame zu retten." Die Kathedrale gehöre der ganzen Welt. "Sie wird sich wieder aufrichten." Hunderte Menschen applaudierten Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet.

Es ist weiter unklar, wie lange die Kathedrale geschlossen bleiben muss. Kirchen-Direktor Patrick Chauvet brachte für die Zeit des Wiederaufbaus eine Holzkirche auf dem Vorplatz ins Spiel. "Wir dürfen nicht sagen, die Kathedrale ist für fünf Jahre geschlossen, und das war's", sagte er dem Sender CNews.

Es sei möglich, dass die Kathedrale schon bald wieder geöffnet werde, falls es die Sicherheit des Gebäudes erlaube, sagte eine Sprecherin der Pariser Diözese der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei es noch zu früh, um darüber eine verlässliche Aussage zu treffen. Sie reagierte damit auf Spekulationen, wonach der Kirche bis zu sechs Jahre lang geschlossen sein könnte.

Hidalgo zeigt sich zuversichtlich, dass der Wiederaufbau bis 2024 zu machen sei. "Üblicherweise gibt es bei solchen Vorhaben Schwierigkeiten, die nötigen Mittel zusammenzubekommen", sagte sie der römischen Zeitung "La Repubblica". Angesichts der nationalen und internationalen Solidarität existiere dieses Problem bei Notre-Dame allerdings nicht.

Die Brandursache ist bisher nicht geklärt. Ermittler gehen davon aus, dass die Katastrophe auf einem Unfall beruht. Die Anhörungen von Zeugen wurden fortgesetzt, wie die Staatsanwaltschaft berichtete. Unter den Zeugen sind Arbeiter, die vor dem Feuer an Renovierungsarbeiten beteiligt waren.

Die Brandkatastrophe mit einer Zerstörung des Dach der Kathedrale hatte ein weltweites Echo und eine große Spendenwelle ausgelöst. Es kamen bisher annähernd eine Milliarde Euro zusammen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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