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DLRG schlägt Alarm: Deutsche Schwimmbäder sind in miserablem Zustand

Masterplan zur Rettung  

Deutsche Schwimmbäder sind in miserablem Zustand

09.12.2019, 13:02 Uhr | dpa

DLRG schlägt Alarm: Deutsche Schwimmbäder sind in miserablem Zustand. "Schwimmbäder machen dicht oder werden abgerissen" sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

"Schwimmbäder machen dicht oder werden abgerissen" sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese. Die, die noch stehen, seien häufig sanierungsbedürftig. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - In Deutschland werden laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zu viele Schwimmbäder geschlossen.

"Seit Jahren sieht die DLRG mit großer Sorge den unheilvollen Trend zu Bäderschließungen in Deutschland", sagte Präsident Achim Haag am Montag im Petitionsausschuss des Bundestages. Dort wurde über eine Petition der Organisation gesprochen, die einen bundesweiten Masterplan zur Rettung der Badeanstalten fordert. Viele Kommunen stünden unter finanziellem Druck und versuchten durch Stilllegung oder Abriss von Schwimmbädern ihre Haushalte zu bereinigen, sagte Haag.

Laut DLRG gab es im Jahr 2000 rund 7800 Schwimmbäder in Deutschland. Ende 2018 seien es dagegen nur noch 6400 gewesen. Zudem seien viele Bäder sanierungsbedürftig.

Jede vierte Grundschule habe überhaupt keinen Zugang zu einem Bad, um Schwimmunterricht anzubieten, sagte Haag. Auch deshalb gebe es immer mehr Kinder, die nicht schwimmen könnten. Aus einer von der DLRG in Auftrag gegebenen Umfrage von 2017 ging hervor, dass mehr als jeder zweite Zehnjährige (60 Prozent) kein sicherer Schwimmer sei. In den ersten 8 Monaten des Jahres 2018 sind laut DLRG etwa 445 Menschen in Deutschland ertrunken.

Den Sanierungsstau veranschlagte ein Sprecher der DLRG im Vorfeld der Sitzung mit 4,5 Milliarden Euro. "Die Kommunen sollen und dürfen mit den Problemen nicht allein gelassen werden", hieß es. Insgesamt braucht es laut Petitionstext 14 Milliarden Euro, die je zur Hälfte vom Bund und den Ländern getragen werden sollen.

130.000 Unterstützer hatten die Petition unterschrieben. Ob sie in den Bundestag geht, entscheidet der Ausschuss zu einem späteren Zeitpunkt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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