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Neues Gesetz: Mallorca will Schrauben gegen Sauftourismus anziehen

Neues Gesetz  

Mallorca will Schrauben gegen Sauftourismus anziehen

11.12.2019, 13:27 Uhr | dpa

Neues Gesetz: Mallorca will Schrauben gegen Sauftourismus anziehen. Kellner und lange Strohhalme für das "Eimersaufen" im Megapark an der Playa de Palma in S'Arenal.

Kellner und lange Strohhalme für das "Eimersaufen" im Megapark an der Playa de Palma in S'Arenal. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa. (Quelle: dpa)

Palma (dpa) - Mallorca schmiedet neue Pläne gegen den anhaltenden Alkoholtourismus auf der gerade bei Deutschen beliebten Insel.

Die Balearenregierung will ein neues Gesetz auf den Weg bringen, um das negative Image Mallorcas als Partyinsel endlich in den Griff zu bekommen, wie ein Sprecher des Tourismusministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bestätigte.

Der Verkauf und Konsum von Alkohol in einigen Gegenden soll künftig streng reglementiert werden - bei Zuwiderhandlung drohen Bars und Clubs hohe Geldstrafen und eine Schließung von bis zu drei Monaten. Das Dekret, das im Januar verabschiedet werden soll, gelte aber ausschließlich für "Problemzonen", so der Sprecher. Dazu gehört neben dem Bereich rund um die Schinkenstraße am Ballermann auch die bei Briten beliebte Ausgehmeile Punta Ballena in Magaluf. Eine weitere Sonderzone liegt auf Ibiza im Ort Sant Antoni de Portmany.

Zu den Folgen des exzessiven Alkoholkonsums gehören neben Schlägereien und Sachbeschädigung auch Stürze von Hotelbalkonen, die Folge des sogenannten Balconings sind. Dabei versuchen Touristen etwa, vom Hotelbalkon direkt in den Pool zu springen oder einen anderen Balkon zu erreichen. So verletzten sich jedes Jahr Urlauber oder sterben gar. Mallorquinische Medien schrieben, dass Touristen, die in Zukunft beim Balconing erwischt werden, laut Gesetz sofort des Hotels verwiesen werden sollen.

Das Ministerium wollte das noch nicht bestätigen - es werde aber auf Hochtouren daran gearbeitet, einen größtmöglichen Konsens für die geplanten Regulierungen zu erreichen, hieß es.

Genau daran scheiterte der letzte Versuch, gegen den Sauftourismus vorzugehen: Die Vorgängerregierung hatte Ende 2018 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Ausschank alkoholischer Getränke bei All-Inklusive-Angeboten drastisch reduzieren sollte. Die Pläne zerbrachen am Widerstand von Hoteliers und Reiseveranstaltern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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