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Russland: Leck im Kraftwerk – 20.000 Tonnen Diesel in Fluss gelaufen

Umweltkatastrophe in Russland  

Leck im Kraftwerk – 20.000 Tonnen Diesel in Fluss gelaufen

03.06.2020, 14:39 Uhr | dpa

 (Quelle: AFP)
Ölpest in Russland nach Leck in Wärmekraftwerk

Aus dem Tank eines Wärmekraftwerks in Sibirien sind 20.000 Tonnen Diesel ausgelaufen, ein Großteil davon gelangte in den Ambarnaja-Fluss. Die Behörden der Region Krasnojarsk haben den Notstand ausgerufen. (Quelle: AFP)

Ölpest in Russland: Aus dem Tank eines Wärmekraftwerks in Sibirien sind 20.000 Tonnen Diesel ausgelaufen, ein Großteil davon gelangte in den Ambarnaja-Fluss. (Quelle: AFP)


Mehrere Tausend Tonnen Diesel sind in einen Fluss un Russland geflossen. Die Verschmutzung ist enorm. Ursache sei das unerwartete Absinken von Stützpfeilern gewesen.

Nahe der sibirischen Stadt Norilsk ist es zu einem schweren Umweltunglück gekommen: 20.000 Tonnen Diesel-Treibstoff seien nach einem Leck in einem Wärmekraftwerk vergangene Woche in den Fluss Ambarnaja geströmt, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am Dienstag mit. Die Behörden riefen den Notstand aus. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Errichtung eines schwimmenden Damms, mit dem ein Abfließen des Diesels in einen See verhindert werden soll.

Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Auf vom WWF veröffentlichten Satellitenbildern sowie in den Online-Netzwerken verbreiteten Videos war die Verschmutzung des Ambarnaja-Fluss deutlich zu sehen.

Stützpfeiler sind unerwartet abgesunken

Nach Angaben des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel wurde der Unfall durch ein Leck an einem Dieseltank in dem Wärmekraftwerk ausgelöst. Demnach sanken die den Tank stützende Pfeiler unerwartet in den Boden ab. Die Pfeiler hätten den Tank "seit 30 Jahren ohne Probleme" gestützt, erklärte das Unternehmen.

Die über dem Polarkreis gelegene Großstadt Norilsk ist auf Permafrost gebaut. Die klimawandelbedingte Eisschmelze bedroht die gesamte Infrastruktur der Stadt.

Dutzende Arbeiter entfernen Verschmutzungen

Der Chef von Norilsk Nickel, Sergej Lipin, erklärte, dutzende Arbeiter hätten bereits 500 Kubikmeter des verschmutzten Wassers entfernt. Die Säuberungsaktion dauere zudem weiter an. Nach Angaben der staatlichen russischen Umweltaufsicht wurde durch den Unfall kein Grundwasser verseucht.

Bereits vor vier Jahren war es in einem von Norilsk Nickel betriebenen Werk zu einem Schadstoff-Unfall gekommen, bei dem ein anderer Fluss in der Region massiv verschmutzt wurde. Gegen den Konzern wurde damals eine Geldstrafe von umgerechnet weniger als tausend Euro verhängt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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