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Wetter in Deutschland: Es wird heiß – und zwar so richtig!

Deutschland-Wetter  

Es wird heiß – und zwar so richtig!

19.06.2020, 18:00 Uhr
Wetter in Deutschland: Es wird heiß – und zwar so richtig!. Glück hat, wer Abkühlung findet: Die Temperaturen in Deutschland klettern vielerorts über 30 Grad.  (Quelle: imago images/Christian Thiel)

Glück hat, wer Abkühlung findet: Die Temperaturen in Deutschland klettern vielerorts über 30 Grad. (Quelle: Christian Thiel/imago images)

Das Wochenende noch nutzen, um Ventilatoren, Eiswürfelförmchen und luftige Kleidung zu besorgen: In der kommenden Woche macht sich der Hochsommer in Deutschland breit. Die Temperaturen steigen auf über 30 Grad – und bleiben da. 

"Wow. Alles lila", sagt Wetterexperte Carsten Raymund von der Meteogroup beim Blick in sein Wettermodell. Was das heißt? "Ab 30 Grad färbt sich meine Karte lila – es wird heiß." Ab wann und wo, sehen Sie oben in unserem Video oder hier.

Der Samstag zeigt sich wechselhaft 

Erstmal kann am Wochenende nämlich noch verschnauft werden. "Da sieht es anfangs wechselhaft aus", sagt Raymund. Im Osten startet der Tag mit vielen Wolken, teils mit Regen. In der Ostseeregion kann es lokal noch zu Gewittern kommen. All das zieht im Tagesverlauf gen Osten ab. Dann zeigt sich dort das gleiche Bild wie im Rest Deutschlands: ein Mix aus Sonne und Wolken. Ab dem Nachmittag können sich dann allerdings wieder dickere Quellwolken bilden, aus denen es auch schauern kann. "Überwiegend bleibt es allerdings trocken", sagt der Wetterexperte. 

Die meisten Sonnenstunden gibt es entlang des Rheins, generell gilt: je weiter westlich man schaut, desto mehr Sonne gibt es. Am kühlsten wird es entlang der Neiße und an der Nordsee mit knapp unter 20 Grad Tageshöchsttemperatur. Ebenso an der östlichen Ostsee: Greifswald 19 Grad. Hamburg kommt auf 21 Grad ebenso wie Berlin und München. In Köln etwas wärmer mit 22 bis 23 Grad. Am wärmsten wird es im Breisgau, dort steigt das Thermometer auf bis zu 24 Grad. 

Der Sonntag nimmt Anlauf für den Hochsommer

Im Osten und Südosten kann es noch etwas regnen, später lockert es sich auf und am Himmel zeigt sich eine Mischung aus Sonne und Wolken. Der Rest Deutschlands ist überwiegend sonnig, nur gelegentlich bilden sich örtlich kompakte Wolkenfelder. 

Entlang der Küsten und in den Mittelgebirgen bleiben die Temperaturen zum Teil hinter denen im Rest Deutschlands zurück. So werden auf Rügen wohl nur 18 Grad gemessen. Schwerin kommt schon auf 23 Grad, Bremen auf 24, ebenso wie Stuttgart. In der Prignitz werden bis zu 25 Grad erreicht. Die Höchsttemperaturen werden entlang des Rheins erwartet – bis zu 26 Grad. 

Am Montag zeigt sich klar der Trend für die Woche 

"Es wird viel Sonne geben, Wolkenfelder bilden sich selten und die Schauerneigung nimmt deutlich ab", sagt Raymund. Außer entlang der Alpen. Da sieht es etwas grauer aus als im Rest des Landes. Entlang des Rheins steigen die Temperaturen vielerorts auf über 25 Grad, auch in Berlin wird es sommerlich warm: 26 Grad. Heidelbergs Thermometer steigen auf 27 Grad, in Passau etwas kühler mit 24 Grad. Einzig an der Küste – etwa auf Sylt – bleibt es frischer. Knapp unter 20 Grad mit dem typischen Wind. 
 

 
Ab Dienstag werden die Vorhersagen eintönig

"Was soll ich sagen? Die Vorhersage ist schnell getan: Es wird sonnig und trocken", sagt der Experte der MeteoGroup. Die Spanne der Temperaturen reicht von 20 Grad an der Küste bis zu 30 Grad – "recht verbreitet". Die Marke wird örtlich in einem Gebiet geknackt, das von Berlin und Brandenburg über Sachsen-Anhalt und das Binnengebiet Niedersachsens über Nordrhein-Westfalen bis nach Baden-Württemberg reicht. Die Mindesttemperaturen liegen dort im flachen Land bei 25 Grad. Berlin etwa kommt auf 27 Grad, Duisburg auf mindestens 29 Grad, ebenso wie Freiburg. "Lingen kommt ziemlich wahrscheinlich schon auf die 30 Grad", sagt Raymund. 

Die Temperaturen steigen wohl weiter

"Es ist noch ein paar Tage hin, aber vermutlich steigen die Temperaturen weiter – auf 21 bis 31 Grad." Vor allem entlang des Rheins und der gesamten Westhälfte Nordrhein-Westfalens ist das Potenzial dafür gegeben. An der Küste werden voraussichtlich 21 bis 25 Grad erreicht. 

Am Donnerstag, dem Tag mit den lila gefärbten Wetterkarten, könnte es noch wärmer werden: "Bis zu 34 Grad sind rein theoretisch möglich – vielleicht wieder in Lingen? Auf jeden Fall wieder in dem Gebiet zwischen Berlin/Brandenburg Richtung Westen bis nach Baden-Württemberg", so Raymund.

In Berlin selbst werden es wohl 31 Grad, in Magdeburg ebenso. In Porta Westfalica sind es dann wohl schon 32 Grad. Wer der Hitze entfliehen möchte, ist an den Küsten richtig: 21 bis 26 Grad mit etwas Brise. 

"Und der Trend setzt sich fort. Die Temperaturen dürften leicht sinken, aber vermutlich bleibt der Hochsommer noch etwas", sagt Raymund. Gewitterpotenzial könne er bisher nicht erkennen. "Aber in einer Woche kann noch viel passieren."

Verwendete Quellen:
  • MeteoGroup

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