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Karlsbad: Deutscher stirbt bei Zugunglück in Tschechien

Zwei Tote, viele Verletzte  

Deutscher stirbt bei Zugunglück in Tschechien

07.07.2020, 20:55 Uhr | dpa, sth

Karlsbad: Deutscher stirbt bei Zugunglück in Tschechien. Zugunglück im tschechischen Grenzgebiet (Quelle: dpa/Slavomír Kubeš/CTK)

Pernink in Tschechien: Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf einer Strecke durch das Erzgebirge hat es Tote und Verletzte gegeben. (Quelle: Slavomír Kubeš/CTK/dpa)

Tragischer Unfall in Tschechien: Zwei Züge kollidieren in der Nähe von Karlsbad. Mindestens zwei Menschen sterben, auch ein Deutscher ist unter den Opfern. Die Züge hatten sich frontal verkeilt.

Unter den Opfern des Zugunglücks im tschechischen Teil des Erzgebirges vom Dienstagnachmittag ist ein Deutscher. Das sagte eine Sprecherin der Polizei in Karlsbad (Karlovy Vary) am Abend und bestätigte damit einen Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks. Auch ein Tscheche starb bei dem Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf der Strecke.

Fahrerbereiche waren komplett demoliert 

Die Züge kollidierten zwischen dem westböhmischen Bäderort Karlsbad und dem sächsischen Johanngeorgenstadt. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden neun Menschen schwer und 13 leicht verletzt. Die Unglücksstelle in einem Waldstück nahe der Gemeinde Pernink war für die Rettungskräfte nur äußerst schwer zugänglich.

Auf Fotos war zu sehen, dass die beiden Fahrerbereiche komplett demoliert waren. Der umliegende Wald wurde nach Verletzten abgesucht, die möglicherweise unter Schock weggerannt waren. Der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek eilte am Abend an den Unglücksort. Er sei "zutiefst bestürzt", schrieb er bei Twitter und forderte umfassende Aufklärung. Der Betrieb auf der Strecke wird im sogenannten vereinfachten Nebenbahnbetrieb durchgeführt, das heißt ohne besondere sicherungstechnische Einrichtungen.

Tschechien, Pernink: Rettungskräfte stehen am Bahnhof Pernink. (Quelle: dpa)Tschechien, Pernink: Rettungskräfte stehen am Bahnhof Pernink. (Quelle: dpa)

Unfall zwischen Karlsbad und Johanngeorgenstadt

Ein Rettungshubschrauber war unterwegs zur Unglücksstelle zwischen den Gemeinden Pernink und Nove Hamry im Westen des Landes. Auch Einsatzkräfte aus dem benachbarten deutschen Bundesland Sachsen wurden alarmiert und die Krankenhäuser der Region in Bereitschaft versetzt.

Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Die beiden Züge sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen. Die Polizei nahm einen der beiden Lokführer fest. Der Verdacht laute auf fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit, sagte eine Sprecherin. Er soll zu früh losgefahren sein.

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