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Anklage: Ghislaine Maxwell "raffinierte Sexualstraftäterin"

Von dpa
Aktualisiert am 21.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Der urspr√ľnglich auf sechs Wochen angesetzte Prozess gegen Ghislaine Maxwell k√∂nnte deutlich fr√ľher zu Ende gehen.
Der urspr√ľnglich auf sechs Wochen angesetzte Prozess gegen Ghislaine Maxwell k√∂nnte deutlich fr√ľher zu Ende gehen. (Quelle: Elizabeth Williams/AP/dpa./dpa)
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New York (dpa) - Zum Abschluss des Prozesses gegen die Ex-Partnerin von Million√§r Jeffrey Epstein hat die Anklage noch einmal schwere Vorw√ľrfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben.

Ghislaine Maxwell sei "gefährlich" und eine "raffinierte Sexualstraftäterin", sagte Staatsanwältin Alison Moe in New York laut US-Medienberichten in ihrem Schlussplädoyer. "Sie hat ihre Opfer manipuliert und sie auf sexuellen Missbrauch vorbereitet", zitierte die "New York Times" die Anklägerin. Maxwell sei "schick" und "lächelnd" aufgetreten und habe so die mutmaßlichen Opfer, die oft aus problematischen Verhältnissen stammten, in eine Falle gelockt.

In dem Prozess gegen die langj√§hrige Vertraute des 2019 gestorbenen Multimillion√§rs Epstein will die Staatsanwaltschaft die Jury davon √ľberzeugen, dass Maxwell als Helferin eine zentrale Rolle beim Aufbau eines Rings zum sexuellen Missbrauch von Minderj√§hrigen gespielt hat. Sie ist in sechs Punkten angeklagt, ihr drohen im Fall einer Verurteilung viele Jahre Haft. Maxwell hat die Vorw√ľrfe stets zur√ľckgewiesen und w√§hrend des Prozesses auf eine Aussage verzichtet.

Sie sei "eine unschuldige Frau, zu Unrecht Verbrechen bezichtigt, die sie nicht begangen hat", sagte Verteidigerin Laura Menninger laut "New York Times" am Montag in ihrem Schlussplädoyer. Die Anklage der Staatsanwaltschaft basiere auf fehlerhaften Erinnerungen. Den Zeuginnen sei es nachträglich und erst Jahre später in den Sinn gekommen, dass Maxwell bei deren Ausbeutung anwesend gewesen sei.

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Die Verteidiger hatten den Fall von Beginn an als juristische Abrechnung mit ihrer Mandantin dargestellt, da die Staatsanwaltschaft Epstein selbst nicht mehr belangen k√∂nne. Der 66-J√§hrige war w√§hrend der Vorbereitung auf seinen Missbrauchsprozess im August 2019 bewusstlos in seiner Gef√§ngniszelle gefunden und im Krankenhaus f√ľr tot erkl√§rt worden. Ein Obduktionsbericht stellte Suizid fest.

Der urspr√ľnglich auf sechs Wochen angesetzte Prozess gegen Maxwell k√∂nnte nun deutlich fr√ľher zu Ende gehen. Nach nur drei Wochen und zw√∂lf Verhandlungstagen mit Zeugenaussagen wurden sechs Stunden lang die Schlusspl√§doyers pr√§sentiert. Danach begann die Geschworenenjury mit ihrer Beratung. Sie soll am Dienstag fortgesetzt werden. Laut CNN haben die Geschworenen bis Mittwoch Zeit f√ľr ihre Gespr√§che, um noch vor der Weihnachtspause eine Entscheidung zu treffen. M√∂glich seien aber auch weitere Beratungen in der darauffolgenden Woche.

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