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Bericht: Flugzeugabsturz möglicherweise beabsichtigt

Von dpa
Aktualisiert am 18.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Am 22.
Am 22. MĂ€rz stĂŒrzte die Passagiermaschine in der sĂŒdchinesischen autonomen Region Guangxi Zhuang ab. (Quelle: Jiang Huaipeng/XinHua/dpa./dpa)
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Peking (dpa) - Der Absturz eines Passagierflugzeugs der China Eastern Airlines im MÀrz mit 132 Toten ist einem US-Pressebericht zufolge möglicherweise absichtlich ausgelöst worden.

Flugdaten deuteten darauf hin, dass jemand im Cockpit die Boeing 737-800 bewusst habe abstĂŒrzen lassen, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch. Entsprechende Befehle seien in die Steuerung eingegeben worden. Das Blatt berief sich auf Quellen, die mit den vorlĂ€ufigen Erkenntnissen der US-Ermittler vertraut seien. "Das Flugzeug tat, was ihm von jemandem im Cockpit befohlen wurde", wurde eine Person zitiert.

Erinnert an den Absturz der Germanwings-Maschine

Die UmstĂ€nde des Absturzes, bei dem das Flugzeug steil zur Erde gestĂŒrzt war, hatten von Anfang an RĂ€tsel aufgegeben. KopfĂŒber prallte die Verkehrsmaschine nahe Wuzhou in der sĂŒdchinesischen Region Guangxi rund 300 Kilometer westlich der Millionenmetropole Guangzhou in eine hĂŒgelige Gegend. Es gab keine Hinweise auf technische Probleme. Auch wurde kein Notruf abgesetzt. Vielmehr konnte die Bodenkontrolle die Crew nicht erreichen, als das Flugzeug auf dem Weg von Kunming nach Guangzhou plötzlich an Höhe verlor.

Die UmstĂ€nde weckten Erinnerungen an den Absturz der Germanwings-Maschine im MĂ€rz 2015, die auf dem Weg von Barcelona nach DĂŒsseldorf in den Westalpen in SĂŒdfrankreich zerschellte. Alle 150 Insassen kamen ums Leben. Die französischen Ermittler stellten anschließend fest, dass der deutsche Copilot sich im Cockpit eingeschlossen hatte, um das Flugzeug bewusst gegen einen Berg zu steuern. Wie sich spĂ€ter herausstellte, litt der 28-jĂ€hrige unter psychologischen Problemen.

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LÀsst sich der Absturz wirklich aufklÀren?

Chinas Luftverkehrsbehörde (CAAC) Ă€ußerte sich nicht inhaltlich zu den EnthĂŒllungen des "Wall Street Journals". Die parteinahe Zeitung "Global Times", die hĂ€ufig als Sprachrohr benutzt wird, berichtete unter Hinweis auf beteiligte Personen bei den Ermittlungen der CAAC zusammen mit der US-Behörde fĂŒr Transportsicherheit (NTSB), dass "keine betreffenden Informationen aus den Ermittlungen an Medien gegeben" worden seien. Im April hatte die chinesische Behörde Ă€hnliche Medienberichte gleichwohl noch entschieden als "GerĂŒchte" mit "falschen Informationen" zurĂŒckgewiesen.

Angehörige der Opfer fordern AufklĂ€rung ĂŒber die Absturzursache: Der Onkel eines 18-jĂ€hrigen Studenten aus Guangzhou appellierte an die chinesische Fluggesellschaft, die bisherigen Erkenntnisse bekannt zu machen. "Wenn das stimmt, ist es so schrecklich", sagte der Mann namens Ouyang der "South China Morning Post". "China Eastern Airlines muss uns eine eindeutige ErklĂ€rung geben." Nach ersten Spekulationen ĂŒber die Ursache des Absturzes hatte die Airline im MĂ€rz hervorgehoben, dass der Gesundheitszustand, die familiĂ€ren UmstĂ€nde und auch der finanzielle Status der drei Piloten gut gewesen seien.

Chinas Fluggesellschaften haben einen guten Ruf. Der letzte große Absturz ist zwölf Jahre her. Da die chinesischen Behörden bis heute nicht auf mögliche technische Probleme hingewiesen hĂ€tten, konzentrierten sich die Ermittler auf Aktionen der Piloten, schrieb das "Wall Street Journal". Es könnte auch jemand ins Cockpit eingedrungen sein und den Absturz absichtlich ausgelöst haben, zitierte das Blatt seine Quellen. Die US-Ermittler hĂ€tten aber nicht alle Informationen, die ihren chinesischen Konterparts vorlĂ€gen.

Nach der internationalen Luftverkehrskonvention unterstĂŒtzt die US-Flugsicherheitsbehörde NTSB die von China federfĂŒhrend vorgenommenen Untersuchungen und analysiert auch die Informationen aus dem Flugschreiber.

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