Sie sind hier: Home > Panorama > Justiz >

"Texas Seven"-Mitglied Donald Newbury mit Giftspritze hingerichtet

Berüchtigte Ausbrecherbande  

Mitglied der "Texas Seven" hingerichtet

05.02.2015, 11:08 Uhr | AFP , dpa , AP

"Texas Seven"-Mitglied Donald Newbury mit Giftspritze hingerichtet. Hinrichtung in Texas (Quelle: Reuters)

Donald Newbury war an einem Polizistenmord an Heiligabend 2000 beteiligt (Quelle: Reuters)

Wegen seiner Beteiligung an einem Polizistenmord ist in Texas ein Mann hingerichtet worden. Donald Newbury wurde im Gefängnis von Huntsville mit einer Giftspritze exekutiert, berichtete der Sender KWTX. Der 52-Jährige gehörte einst zu den "Texas Seven", einer berüchtigten Gruppe von sieben Häftlingen, die im Dezember 2000 aus der Haft ausgebrochen waren.

Es war der spektakulärste Gefängnisausbruch in der Geschichte von Texas. Nach der Flucht hatte die Gruppe einen Laden überfallen, dabei wurde der Polizist erschossen. Von den sieben Ausbrechern sind damit bislang drei Männer exekutiert worden.

Dritte Hinrichtung in diesem Jahr

Das oberste US-Gericht in Washington hatte eine Aussetzung der Todesstrafe abgelehnt. Es war bereits die dritte Hinrichtung in Texas in diesem Jahr.

Am 13. Dezember 2000 hatte die vom Häftling George Rivas angeführte Bande die Wächter der Justizanstalt Connally überwältigt, Waffen aus dem Arsenal gestohlen und war anschließend mit einem Gefangenentransporter davongefahren.

Überfall auf Sportgeschäft

Elf Tage später, an Heiligabend, beging die Bande einen Raubüberfall auf ein Sportgeschäft, bei dem es zum Mord am 29 Jahre alten Polizisten Aubrey H. kam. Der Beamte war nach einem Notruf wegen verdächtiger Aktivitäten zu dem Laden gefahren. Die Täter schossen elf Mal auf den Polizisten, zogen ihn aus dem Polizeiauto und überfuhren ihn mit einem gestohlenen Geländewagen.

Anschließend flohen die Männer mit umgerechnet 61.000 Euro, 44 Feuerwaffen sowie Munition, Juwelen und Geldbeuteln, die sie von den Angestellten des Geschäfts erbeutet hatten. Einen Monat später wurden sie in Colorado gefasst.

Ex-Bezirksstaatsanwalt Toby Shook sagte über die Rollenverteilung in der Bande: "Rivas war der Anführer, der das Reden übernahm, Newbury war einer der Typen, die mit der Waffe herumstanden und jeden bedrohten. Rivas benutzte ihn als seinen Muskel."

Newburys Anwälte hatten dessen Exekution mit dem Argument zu stoppen versucht, dass dessen Verteidiger im Prozess inkompetent gewesen seien. Zudem hätten die Gerichte damals nicht genügend Mittel für einen Experten bereitgestellt. Dieser hätte ihrer Ansicht nach aufzeigen können, wie Newburys von Missbrauch geprägte Kindheit zu seinem gewalttätigen Verhalten beigetragen habe. Zudem machten Newburys Anwälte geltend, dass nicht klar sei, wer die tödlichen Schüsse abgab.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal