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Stuttgart: 21-Jähriger Raser zu Jugendstrafe verurteilt – "kein Mörder"

Unfall mit zwei Toten  

Junger Raser zu langer Haftstrafe verurteilt

15.11.2019, 16:32 Uhr | dpa , nhr

 (Quelle: dpa)

"Jaguar-Raserprozess": Da sind die Reaktionen auf die Urteilsverkündung. (Quelle: Stuttgarter Zeitung)

"Jaguar-Raserprozess": Stimmen nach der Urteilsverkündung

Der 21-jährige Stuttgarter Mert T. war wegen Mordes angeklagt, weil er am 6. März dieses Jahres an der Rosensteinstraße mit mehr als Tempo 160 einen Unfall verursachte, bei dem ein junges Paar starb. (Quelle: Stuttgarter Zeitung)

"Jaguar-Raserprozess": Da sind die Reaktionen auf die Urteilsverkündung. (Quelle: Stuttgarter Zeitung)


Ein junger Mann wollte mit einem gemieteten Sportwagen mal richtig Gas geben – und tötet bei einem Unfall zwei Menschen. Nun hat ein Gericht über die Konsequenzen für den Raser entschieden.

Nach einem Raser-Unfall mit zwei Toten in der Stuttgarter Innenstadt ist ein junger Mann zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 21-Jährigen am Freitag wegen eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge schuldig. Zudem soll ihm sein Führerschein für vier Jahre abgenommen werden. "Dass Sie ein Mörder sind, konnten wir nicht feststellen", sagte die Richterin. Angeklagt war der junge Mann ursprünglich wegen Mordes.

Der 21-jährige Deutsche hatte im März bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über einen gemieteten Sportwagen verloren. Das Fahrzeug war gegen einen stehenden Kleinwagen geprallt, in dessen Trümmern eine 22 Jahre alte Frau und ihr 25-jähriger Freund aus Nordrhein-Westfalen ums Leben kamen. Vor dem Zusammenstoß hatte der PS-starke Wagen des jungen Mannes den Angaben eines Gutachters zufolge bis zu 165 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho.
 

 
Staatsanwaltschaft und zwei der drei Nebenkläger hatten eine Jugendstrafe wegen Mordes gefordert, der dritte Nebenkläger eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes nach Erwachsenenstrafrecht. Die Verteidigung wertete den fatalen Crash als fahrlässige Tötung und plädierte für eine Bewährungsstrafe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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