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Elon Musk trotz "Pädo-Typ"-Attacke freigesprochen

Höhlenretter fies beleidigt  

Elon Musk trotz "Pädo-Typ"-Attacke freigesprochen

07.12.2019, 08:23 Uhr | dpa, AFP, jmt

Elon Musk trotz "Pädo-Typ"-Attacke freigesprochen. Der Star-Unternehmer Elon Musk: Wegen seines Mini-U-Boots beleidigte er einen Höhlenretter. (Quelle: Reuters/Eduardo Munoz)

Der Star-Unternehmer Elon Musk: Wegen seines Mini-U-Boots beleidigte er einen Höhlenretter. (Quelle: Eduardo Munoz/Reuters)

Tesla-Chef Elon Musk ist vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden. Er hatte einen Höhlenretter während seines Einsatzes als "Pädo-Typ" beleidigt. Der forderte 190 Millionen US-Dollar dafür.

Der amerikanische Star-Unternehmer Elon Musk ist vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden, nachdem er einen Rettungstaucher als "Pädo-Typ" bezeichnet hat. Die Geschworenen in Los Angeles sprachen den Milliardär vom Vorwurf der Beleidigung frei. Musk umarmte daraufhin seinen Anwalt bei der Urteilsverkündung und sagte anschließend vor Journalisten, sein "Glaube an die Menschheit ist wieder hergestellt". Der Höhlenforscher Vernon Unsworth hatte 190 Millionen US-Dollar von Musk gefordert.

Streit um Mini-U-Boot eskalierte

Hintergrund war die weltweit beachtete Rettungsaktion einer Jungen-Fußballmannschaft aus einer Höhle in Thailand, die von Wassermassen eingeschlossen worden waren. Unsworth war als Spezialist maßgeblich der Rettung beteiligt. Musk hatte hingegen den Einsatz eines Mini-U-Boots vorgeschlagen, das er dann auch in kürzester Zeit von seiner Raumfahrt-Firma SpaceX bauen und nach Thailand bringen ließ. Es kam aber nicht zum Einsatz, weil es nach Angaben der Rettungsleitung für das Vorhaben ungeeignet war.

Der Brite Unsworth bezeichnete das Mini-U-Boot in diesem Zusammenhang als "PR-Trick". Musk solle sich das U-Boot dorthin stecken, "wo es weh tut". Musk zweifelte daraufhin nicht nur die Bedeutung Unsworths bei der Rettungsaktion an, sondern bezeichnete ihn auch in einer Reihe von Twitter-Botschaften als "Pädo-Typen" und "pädophilen Kerl". Er entschuldigte sich später mehrfach für die Beleidigung und erklärte, diese nicht wörtlich gemeint zu haben.


Vor Gericht verteidigte er seine Wortwahl damit, dass "pädophiler Kerl" eine "allgemeine Beleidigung" sei. Sein Anwalt sprach von "frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern". Er habe den Rettungstaucher nicht ernsthaft als pädophil bezeichnen wollen, sondern als "widerlichen Kerl", sagte Musk. Er betonte, dass er sich mehrfach entschuldigt habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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