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Ministerium bekam schon in der Nacht Lagebericht zur Ahrtal-Flut

Von dpa
Aktualisiert am 10.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Ahrtal
Die Flut im Ahrtal riss vor einem Jahr vieles mit sich. Meterhoch türmen sich wenige Tage nach der Katastrophe Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über die Ahr in Altenahr-Kreuzberg. (Quelle: Boris Roessler/dpa/dpa-bilder)
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134 Menschen sind bei der Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal ums Leben gekommen. Immer wieder werden Details über das Versagen der zuständigen Behörden bekannt.

Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat Medienberichte bestätigt, dass ein schriftlicher Lagebericht der Polizei über die Situation im überfluteten Ahrtal bereits in der Nacht der Katastrophe im Lagezentrum einging. Der Bericht der Hubschrauberbesatzung sei am 15. Juli 2021 per E-Mail um 00.53 Uhr im Lagezentrum des Innenministeriums eingetroffen, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) habe der Bericht in der Nacht nicht vorgelegen. Der Bericht sei ebenso wie die erst kürzlich aufgetauchten Polizeivideos vom Abend des 14. Juli 2021 vor drei Wochen dem Untersuchungsausschuss des Landtags zur Flutkatastrophe übermittelt worden.

Hubschrauberpiloten verschickten detaillierten Bericht

Die "Allgemeine Zeitung" Mainz hatte zuvor berichtet, dass Hubschrauberpiloten der Polizei in der Flutnacht nicht nur Videos gedreht, sondern auch einen schriftlichen Lagebericht an das Ministerium geschickt hätten. Darin stehe, dass es "die komplette rheinland-pfälzische Ahr entlang, von der Mündung bei Sinzig bis zum Ort Schuld am Oberlauf, zu einem Hochwasser mit dramatischen Auswirkungen" gekommen sei, berichtete die Zeitung. "Zahlreiche Häuser" stünden "bis zum Dach" unter Wasser. Menschen auf ihren Häusern würden mit Taschenlampen SOS-Signale senden. Den Feuerwehren sei es nicht mehr möglich, aufgrund der "starken Strömung" die gefluteten Häuser anzusteuern.

Lewentz hatte vor dem Untersuchungsausschuss erklärt, er habe in der Flutnacht kein vollständiges Lagebild gehabt. Er habe die nun aufgetauchten Filme erst im Untersuchungsausschuss Ende September gesehen, also gut ein Jahr später. Von dem schriftlichen Bericht war in der Sitzung Ende September nicht die Rede. Die Polizei hat eingeräumt, die Filme zu spät an die Staatsanwaltschaft und den Untersuchungsausschuss übermittelt zu haben.

Dreyer erhöht Druck auf Lewentz

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erwartet nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" von Lewentz die Klärung offener Fragen zur Flutkatastrophe. Die Ministerpräsidentin habe "keine eigenen Erkenntnisse" zu einem Einsatzbericht von Hubschrauberpiloten der Polizei sowie zu erst kürzlich aufgetauchten Polizeivideos aus der Katastrophennacht vom 14. zum 15. Juli 2021, teilte die Staatskanzlei am Montag der Tageszeitung mit.

"Ministerpräsidentin Malu Dreyer erwartet, dass die offenen Fragen vom Innenminister geklärt werden", hieß es in der Antwort der Staatskanzlei auf die Anfrage der Zeitung. "Sie geht davon aus, dass die offenen Fragen geklärt werden", sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

134 Menschen starben im Ahrtal

Der schriftliche Bericht wurde laut Innenministerium mit den Hubschrauber-Videos vor drei Wochen an den Untersuchungsausschuss übermittelt. Daraus sei aber nicht zu schließen, dass er dem Gremium nicht früher vorgelegen habe. Der Bericht hätte zum 30. Dezember 2021 vorgelegt werden müssen.

Ob die schriftliche Schilderung der Lage von einer anderen Stelle bereits vorgelegt worden sei, könne letztlich nur der Untersuchungsausschuss feststellen, erklärte das Ministerium. Bei der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer kamen im Ahrtal mindestens 134 Menschen ums Leben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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