Sie sind hier: Home > Panorama > Unglücke >

Erdbeben vor Neuseeland – Tausende dürfen nach Tsunami-Warnung in Häuser zurück

Erdbeben vor Neuseeland  

Tausende dürfen nach Tsunami-Warnung in Häuser zurück

05.03.2021, 05:29 Uhr | dpa, AFP, aj

Erdbeben vor Neuseeland – Tausende dürfen nach Tsunami-Warnung in Häuser zurück. Neuseeland, Whangarei: Fahrzeuge stauen sich, nachdem eine Tsunami-Warnung ausgegeben wird. (Quelle: Mike Dinsdale/New Zealand Herald/AP/dpa)

Neuseeland, Whangarei: Fahrzeuge stauen sich, nachdem eine Tsunami-Warnung ausgegeben wird. (Quelle: Mike Dinsdale/New Zealand Herald/AP/dpa)

Neuseeland ist von heftigen Erdstößen erschüttert worden. Eine Tsunami-Warnung, die zunächst für den gesamten Pazifik galt, wurde nun wieder herabgestuft. Tausende Menschen hatten sich in Sicherheit gebracht.

Aufatmen in Neuseeland: Tausende aus Furcht vor einem Tsunami aus ihren Häusern geflüchtete Menschen dürfen zurückkehren. Der Zivilschutz teilte am Freitag mit, die nach den heftigen Erdbeben ausgesprochene Tsunami-Warnung für weite Teile der Pazifikregion sei aufgehoben worden, die größten Wellen seien vorüber. Allerdings sollte man sich von Stränden und dem Meer fernhalten. Zuvor hatten drei heftige Erdbeben das Land erschüttert, vor einem Tsunami mit bis zu drei Meter hohen Wellen wurde gewarnt. Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst keine Informationen vor.

Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, an mehreren Stellen entlang der Küste seien Flutwellen beobachtet worden. Zuvor waren am Freitag drei schwere Erdbeben registriert worden. Das heftigste Beben hatte die Stärke 8,1 und ereignete sich nahe der Kermadec-Inseln, etwa 800 Kilometer nordöstlich der Nordinsel Neuseelands. Kurz darauf folgte ein weiteres der Stärke 7,4 in der gleichen Region. Stunden zuvor gab es bereits Erdstöße der Stärke 7,1 rund 100 Kilometer vor der Küste des Bezirks Gisborne.

Der Zivilschutz warnte aber weiter vor starken und ungewöhnlichen Strömungen sowie unvorhersehbaren Fluten. Dadurch könnten Menschen ertrinken. Es bestehe Gefahr für Schwimmer, Surfer, Angler, kleine Boote und jeden, der sich in Ufernähe im oder am Wasser aufhalte.

Die Karte zeigt das Epizentrum vom Beben in der Nacht auf Freitag. (Quelle: t-online)Die Karte zeigt das Epizentrum vom Beben in der Nacht auf Freitag. (Quelle: t-online)

Das Frühwarnsystem Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) hatte nach den Beben vor einem Tsunami gewarnt. Die Küstenbewohner der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und die Lage sehr aufmerksam zu verfolgen. Die Menschen sollten im Hinterland oder auf höherem Gelände bleiben, bis völlige Entwarnung gegeben werde, hatte die Ministerin für Notfallmanagement, Kiritapu Allan, gesagt.

Die Tsunami-Warnung galt auch für Inselgruppen wie die Cook-Inseln, Fidschi, Neukaledonien, Tonga, Vanuatu und die Salomonen. Die Kermadec-Inseln, wo sich die beiden schwersten Beben ereigneten, gehören zu Neuseeland, sind aber Hunderte Kilometer von der Küste entfernt. 

Beben war in der ganzen Region zu spüren

"Hoffe, allen geht es okay da draußen", schrieb die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern auf Instagram, "vor allem denjenigen an der Ostküste, die die volle Wucht des Erdbebens gespürt haben müssen."

Tausende seien auf der Flucht, berichtete die Zeitung "New Zealand Herald". Das Blatt zitierte einen Anwohner: "Ich blicke auf das schöne stille Meer, und ich hoffe, dass nichts von da kommen wird. Wir müssen abwarten." Viele Menschen in der Region hatten sich nach den Warnungen am Freitagmorgen bereits mit dem Auto auf den Weg ins Inland gemacht.

Berichten zufolge sollen die Erschütterungen des ersten Erdbebens in der Nacht in der ganzen Region zu spüren gewesen sein, auch in den Großstädten Auckland, Wellington und Christchurch. Knapp zwei Stunden danach hätten bereits 60.000 Menschen dem örtlichen Monitoring-System GeoNet gemeldet, das Beben gespürt zu haben, so der "New Zealand Herald". "Hoffe, allen geht es okay da draußen", schrieb Premierministerin Jacinda Ardern auf Instagram, "vor allem denjenigen an der Ostküste, die die volle Wucht des Erdbebens gespürt haben müssen."

Erst im vergangenen Monat hatte Neuseeland der Opfer des schweren Erdbebens von Christchurch vor zehn Jahren gedacht. Am 22. Februar 2011 waren in der größten Stadt der Südinsel 185 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2. Neuseeland hat insgesamt knapp fünf Millionen Einwohner.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal