t-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



Menü Icon
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomePanoramaUnglücke

Flutkatastrophe: Fahrlässige Tötung? Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungsverfahren


Flutkatastrophe im Ahrtal
Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Von afp, dpa
Aktualisiert am 02.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Zerstörte Eisenbahnbrücke in Altenahr: Nach der Flutkatastrophe, die mehr als 180 Menschen das Leben gekostet hat, besteht der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung.Vergrößern des BildesZerstörte Eisenbahnbrücke in Altenahr: Nach der Flutkatastrophe, die mehr als 180 Menschen das Leben gekostet hat, besteht der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung. (Quelle: Reiner Zensen/imago-images-bilder)
Auf Facebook teilenAuf x.com teilenAuf Pinterest teilen
Auf WhatsApp teilen

Weil die Menschen im Ahrtal möglicherweise nicht richtig gewarnt wurden, schaltet sich nun die Staatsanwaltschaft Koblenz ein. Geprüft wird, ob ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nach der Unwetterkatastrophe im Ahrtal. Es gebe den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung "infolge möglicherweise unterlassener oder verspäteter Warnungen oder Evakuierungen", teilte die Behörde am Montag mit. In die Prüfung würden neben Presseberichten auch Feststellungen aus Todesermittlungsverfahren und weitere polizeiliche Hinweise einbezogen.

Am Wochenende berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dass der Landkreis Ahrweiler offensichtlich am Tag der Flutkatastrophe vom Landesumweltamt mehrfach gewarnt worden sei, darauf aber nicht rechtzeitig reagiert habe.

Jürgen Pföhler, CDU-Politiker und Landrat des Kreises Ahrweiler, wies Anschuldigungen gegen ihn zurück. Pföhler nannte gegenseitige Schuldzuweisungen "völlig deplatziert" und "geschmacklos". Dem Bonner "General-Anzeiger" sagte der CDU-Politiker: "Zur Zeit kann niemand im Bund, im Land oder im Kreis seriös die Fragen nach Verantwortlichkeiten beantworten."

Der Kieler Krisenforscher Frank Roselieb hatte der "Rhein-Zeitung" gesagt, ein Voralarm hätte im Kreis Ahrweiler viele Hochwasseropfer verhindern können. Die Bevölkerung sei zu spät über die Gefahren informiert worden, obwohl es sehr genaue Warnungen gegeben habe. "Es gab für mich keine Gründe, an diesem Abend nicht vorbereitet gewesen zu sein." Das Katastrophenschutzmanagement gehöre zur Kernfunktion jedes Kreischefs, sagte der Wissenschaftler der Zeitung.

Zahl der Todesopfer im Ahrtal steigt auf 138

Die Zahl der Menschen, die in der Flutkatastrophe im Ahrtal ihr Leben verloren haben, ist am Montag auf 138 gestiegen. Weiterhin vermisst werden 26 Bewohner, wie Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz mitteilte.

Bis zum Wochenende waren 135 Menschen tot geborgen worden. Identifiziert seien bislang 106 Menschen, sagte Thomas Linnertz vom Polizeipräsidium Koblenz. Keine Angaben macht die Polizei bislang zur Frage, wie viele Menschen in den einzelnen Orten ums Leben kamen.

Verwendete Quellen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website