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Drogenschmuggel per Post

Drogenschmuggel auf neuen Wegen  

Rauschgift wird oft in Briefen und Päckchen gefunden

05.04.2017, 14:51 Uhr | dpa

Drogenschmuggel per Post. Drogenfund (Symbolbild). (Quelle: dpa/Axel Heimken)

Die Zahl der Drogenfunde in der Post am Frankfurter Flughafen stieg innerhalb eines Jahres auf 4515. (Quelle: Axel Heimken/dpa)

Der Frankfurter Flughafen gilt als Drehkreuz des internationalen Drogenschmuggels. Im vergangenen Jahr sind 5296 Kilo Rauschgift sichergestellt worden. Jedoch nicht im Gepäck von Fluggästen, sondern als Brief- oder Paketsendung im Zoll.

So stieg die Zahl der Drogenfunde in der Post am Frankfurter Flughafen innerhalb eines Jahres um 232 Prozent auf 4515. Dies liege vor allem am sogenannten Darknet: Über den verborgenen Teil des Internets würden häufiger kleine Mengen Rauschgift bestellt und verschickt, erklärte Albrecht Vieth, Leiter des Hauptzollamts Frankfurt. Die übrigen 160 Funde verteilen sich auf Reisende, ihr Gepäck und die Fracht. Mit 4827 Kilo machte die Kaudroge Khat die größte Menge der entdeckten Drogen aus, gefolgt von Amphetamin (156 Kilo) und Kokain (97 Kilo). 

Kreative Verstecke und hohe Haftstrafen

34 Drogenkuriere wurden festgenommen. Darunter befanden sich neun sogenannte Schlucker, die das Rauschgift im Körper transportierten. Eine junge Mutter aus Kolumbien mit Kokain im Brustimplantat sei zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Eine Frau aus Panama, die zehn Flaschen Rum mit insgesamt 4,6 Kilo Kokain im Gepäck hatte, erhielt eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sieben Monaten. Ein Niederländer mit einer Ecstasy-Schmuggelhose unter der Kleidung erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung.

Ecstasy-Pillen in Hose. (Quelle: dpa/Hauptzollamt Frankfurt am Main)Die von Zollbeamten am Flughafen Frankfurt sichergestellte Hose, in der ein Reisender 7300 Ecstasy-Pillen versteckt hatte. Solche Funde sind zwar spektakulär, aber eher selten. (Quelle: Hauptzollamt Frankfurt am Main/dpa)

Zu den Verstecken gehörten auch Lautsprecher, eine Babywickeldecke und ein Mini-Billardtisch. "Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wir müssen uns auf alles einstellen", sagte Vieth.



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