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Vorfall in Istanbul: Mob tötet Mann wegen versuchter Kindesentführung

Vorfall in Istanbul  

Mob tötet Mann wegen versuchter Kindesentführung

27.07.2018, 17:02 Uhr | dpa

Vorfall in Istanbul: Mob tötet Mann wegen versuchter Kindesentführung. Die Schatten von Passanten auf dem Straßenpflaster in Istanbul: Der Getötete wollte offenbar eine Sechsjährige entführen. (Symboldbild) (Quelle: imago images/Yusuke Harada)

Die Schatten von Passanten auf dem Straßenpflaster in Istanbul: Der Getötete wollte offenbar eine Sechsjährige entführen. (Symboldbild) (Quelle: Yusuke Harada/imago images)

Eine aufgebrachte Menschenmenge hat einen Mann zu Tode geprügelt, der zuvor versucht haben soll, ein Mädchen zu entführen. Kindesmissbrauch ist derzeit in der Türkei ein besonders sensibles Thema.

Ein Mob hat in Istanbul einen Mann getötet. Augenzeugen zufolge soll der Mann versucht haben, am späten Donnerstagabend im Stadtteil Maltepe auf offener Straße ein sechsjähriges Mädchen zu entführen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur DHA. Daraufhin habe sich eine ganze Gruppe von Anwohnern auf ihn gestürzt und "lange Zeit" auf ihn eingeprügelt.

Polizisten befreiten den Mann, er starb auf dem Weg in ein Krankenhaus der türkischen Großstadt. Auf Videoaufnahmen vom Abend ist zu sehen, wie wütende Männer versuchen, den angeblichen Täter noch aus den Händen der Polizisten zu reißen.

Die Debatte in der Türkei ist aufgeheizt

Selbstjustiz ist in der Türkei keine Seltenheit. Viele Menschen in der Türkei sind derzeit besonders sensibel, was möglichen Kindesmissbrauch oder Entführungen angeht, denn seit Monaten laufen in den Medien besonders viele große Berichte über verschwundene und ermordete Kinder. Es ist allerdings nicht klar, ob die Zahl der Fälle gewachsen ist oder ob sich nur die Berichterstattung geändert hat.

In einer Analyse der Onlineplattform Al-Monitor zum Thema aus dem Juli heißt es, dass in der Türkei "Nachrichten über soziale Probleme" mehr Gewicht bekämen, weil sie politisch wenig riskant seien. Die Regierung hat türkische Medien nach dem Putschversuch von 2016 weitgehend auf Linie gebracht. Kritische Stimmen werden verfolgt, wie Menschenrechtsaktivisten kritisieren. Die jüngsten Missbrauchs- und Entführungsfälle haben in der Bevölkerung Rufe nach der Todesstrafe wieder laut werden lassen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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