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NRW: Landeskriminalamt sucht "Zivilisten" zur Sichtung von Kinderpornografie

Nach Missbrauch in Lügde  

Polizei sucht "Zivilisten" zur Sichtung von Kinderpornografie

29.05.2019, 14:11 Uhr | dpa

NRW: Landeskriminalamt sucht "Zivilisten" zur Sichtung von Kinderpornografie. Polizeiabsperrung am Campingplatz Eichwald: Bei den Ermittlungen zum Missbrauch haben die Behörden viele Fehler gemacht. (Quelle: dpa/Guido Kirchner)

Polizeiabsperrung am Campingplatz Eichwald: Bei den Ermittlungen zum Missbrauch haben die Behörden viele Fehler gemacht. (Quelle: Guido Kirchner/dpa)

Erwartet wird ein hohes Maß an psychischer Belastbarkeit: Nach dem Fall Lügde sucht das Landeskriminalamt in NRW externe Mitarbeiter zur Sichtung von kinderpornografischem Material.

Im Kampf gegen Kinderpornografie stellt das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen 24 externe Mitarbeiter ein. 14 davon sollen speziell zur Sichtung kinderpornografischen Materials eingesetzt werden, sagte ein LKA-Sprecher. Zehn weitere Stellen seien vor allem für IT-Spezialisten vorgesehen.

Laut Innenministerium wurden die Ausschreibungen schon vor dem massenhaften Missbrauch auf einem Campingplatz in Lügde bei Detmold vorbereitet, nachdem CDU-Innenminister Herbert Reul den Bedarf bei einem Besuch des Cybercrime-Kompetenzzentrums beim LKA gesehen hatte. Um die immer größeren Datenmengen bewältigen zu können, habe man die 24 neuen Stellen geschaffen, sagte ein Ministeriumssprecher.

Motiviert durch Lügde?

Der zuständige Abteilungsleiter im LKA, Sven Schneider, sagte der "Rheinischen Post": "Das sind keine Polizisten. Es sind Leute, die wir vom freien Arbeitsmarkt nehmen und als Tarifbeschäftigte einstellen." Laut LKA gab es allein auf die Ausschreibung der 14 Stellen 150 Bewerber.

Wie ein Sprecher sagte, könnte der Missbrauchsfall von Lügde das Thema Kinderpornografie in den Fokus gerückt und manche Bewerber motiviert haben, zu helfen. Alle geeigneten Aspiranten werden laut LKA ein aufwendiges Auswahlverfahren durchlaufen.

Auswahlverfahren bis Ende Juni

In den Stellenausschreibungen wird als Anforderung ein hohes Maß an psychischer Belastbarkeit genannt. Zudem werden gute Merkfähigkeit, gute Englischkenntnisse und "Erfahrungen im Bereich der Datenerfassung und -bearbeitung" erwartet. In der Ausschreibung heißt es zudem: "Aufgrund der zu bearbeitenden Thematik ist ein Kontakt mit kinderpornografischen Darstellungen arbeitstäglich gegeben."
 


 Zu den Aufgaben gehöre das "Sichten und selbstständige Einordnen der Bilder und Videos in einschlägigen Kategorien durch Nutzung verschiedener, spezieller Auswertungssoftware". Das Auswahlverfahren soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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