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Mafia soll EU-Gelder auf Sizilien kassiert haben

Festnahmen in Italien  

Mafia soll EU-Gelder auf Sizilien kassiert haben

15.01.2020, 10:20 Uhr | dpa

Mafia soll EU-Gelder auf Sizilien kassiert haben. Das Standbild zeigt Polizeifahrzeuge auf dem Weg zu einer Razzia auf Sizilien: Die Ermittler fassten 94 Verdächtige in der Gegend um Messina. (Quelle: Zoll Italien/

Razzia auf Sizilien: Die Ermittler fassten 94 Verdächtige in der Gegend um Messina. (Quelle: Zoll Italien/ "La Repubblica"/ t-online.de)

Auf Sizilien ist Ermittlern ein Schlag gegen die Mafia geglückt. Die Betrüger hatten mehrere Millionen EU-Subventionen eingesackt – mit einem einfachen Trick.

Mafia-Bosse sollen sich in Sizilien mit EU-Geldern in Millionenhöhe bereichert haben. Die Ermittler fassten 94 Verdächtige in der Gegend um Messina. Ihnen wird unter anderem Betrug, Drogenhandel und Erpressung vorgeworfen, teilte die Finanzpolizei am Mittwoch mit. Die Bosse sollen in der Bergregion Nebrodi EU-Fördergelder für die Landwirtschaft für ihre kriminellen Geschäfte benutzt haben. So sollen mehr als fünf Millionen Euro in die Tasche der Bosse geflossen sein, berichteten italienische Medien.

In den Blick der Ermittler gerieten auch Unternehmer und Vertreter öffentlicher Behörden. Die Beschuldigten sollen vorgegeben haben, Grundstücke für die Agrarwirtschaft zu nutzen, um EU-Subventionen zu bekommen. Dazu sollen sie gefälschte Dokumente vorgelegt haben.

Es gab nie Prüfungen vor Ort

Es hätte vor Ort eine einfache Kontrolle gereicht, um den Betrug aufzudecken, berichtete die Zeitung "La Repubblica". Aber es wurde entweder nicht kontrolliert, oder die, die es hätten tun sollen, seien Komplizen gewesen. Aktiv waren die beiden Clans "Batanesi" und "Bontempo Scavo".

Mafia-Festnahmen sind in Italien an der Tagesordnung. Bekannt sind vor allem die sizilianische Mafia Cosa Nostra, die kalabrische 'Ndrangheta und die Camorra aus der Gegend Neapel.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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