Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland

HomePanoramaKriminalität

Interpol warnt vor großer Corona-Kriminalitätswelle


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextDrei Forscher gewinnen Chemie-NobelpreisSymbolbild für einen TextCSU-Politikerin Barbara Stamm ist totSymbolbild für einen TextInflation: Händler erhöhen PreiseSymbolbild für einen TextUkraine: Wirtschaft am BodenSymbolbild für ein VideoRätselhafte Lichtsäulen über RusslandSymbolbild für einen TextMegastar geht ins britische DschungelcampSymbolbild für einen Text"Tagesschau"-Sprecherin hört aufSymbolbild für einen TextDrehbuchautor Wolfgang Kohlhaase ist totSymbolbild für einen TextBiker überschlägt sich: HelikoptereinsatzSymbolbild für einen TextWarnung vor Fake-Shops für BrennholzSymbolbild für einen TextEinsatz-Abbruch: RTW mit Eiern beworfenSymbolbild für einen Watson TeaserHelene Fischer antwortet auf intime FrageSymbolbild für einen TextKaum zu glauben: Dieses Casino ist gratis

Kriminalität wegen Impfstoff? "Wird eine weitere große Welle geben"

Von dpa
Aktualisiert am 12.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Die Polizei hat in Corona-Krise mit vielen Fälschungsdelikten zu tun.
Die Polizei hat in Corona-Krise mit vielen Fälschungsdelikten zu tun. (Quelle: imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Ob mit gefälschten Medikamenten oder Schutzmasken: Die internationale Kriminalität hat sich schnell der Corona-Krise angepasst. Das berichtete Interpol – und rechnet mit einer "globalen Welle".

Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock warnt, dass sich Kriminelle die Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Medikaments zunutze machen werden. Der illegale Handel mit gefälschten Produkten werde zunehmen, wenn ein Medikament in Sicht sei, dass Heilung oder Linderung verspreche, sagte Stock. Ähnliches sei bereits bei gefälschten medizinischen Produkten wie Schutzmasken oder Desinfektionsmitteln zu sehen.

Gesundheitswesen besonders stark betroffen

"Es wird eine weitere große Welle geben, eine globale Welle, wenn wir im Bereich eines Impfstoffes vorankommen", sagte der Generalsekretär der internationalen Polizeiorganisation.

Die weltweite Kriminalität habe sich schnell an die Coronavirus-Pandemie angepasst, so Stock. "In dem Sinne, dass sie die neuen Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen ausnutzt, um sich im Hinblick auf kriminelle Aktivitäten neu zu orientieren." Betroffen sei davon auch speziell das Gesundheitswesen – beispielsweise bei der Entsorgung kontaminierter Klinik-Abfälle.

"Wir sehen, dass organisierte Kriminelle in Asien gegenwärtig verstärkt versuchen, in diesen Markt einzudringen. Sie unterbieten sich im Preis, sie halten sich nicht an entsprechende Regularien und versuchen sozusagen, die legitime Wirtschaft zu unterwandern." Stock geht davon aus, dass diese Praxis auch in anderen Teilen der Welt zu einem Problem werden könnte.

Interpol warnt vor Enkeltrick

Interpol sitzt im französischen Lyon und ist mit 194 Mitgliedsländern die wichtigste Polizeiorganisation der Welt. Über Interpol tauschen Staaten Informationen zu gesuchten Personen aus und melden Entwicklungen im Bereich der organisierten Kriminalität.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Liz Truss und ihr Finanzminister Kwasi Kwarteng stehen massiv unter Druck.
Der Putsch wird schon geplant
Eine Rakete des Army Tactical Missile Systems (ATACMS) wird während einer gemeinsamen Militärübung zwischen den USA und Südkorea an einem ungenannten Ort in Südkorea abgefeuert.
Symbolbild für ein Video
USA und Südkorea feuern Raketen ab – Unfall auf Militärbasis

Stock warnte, dass Kriminelle nun die Coronavirus-Krise auch für den sogenannten Enkeltrick ausnutzten und versuchten als vermeintliche Angehörige, alten Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Die weltweiten Reise- und Ausgangseinschränkungen sind dem Interpol-Chef zufolge derzeit generell kein großes Hindernis für die Kriminalität.

Täter müssten sich "sehr häufig nicht einmal bewegen, sondern können schlichtweg das Internet oder die modernen Möglichkeiten der Telekommunikation ausnutzen", warnte Stock. Im Bereich der Drogenkriminalität gebe es teilweise Lieferengpässe, beispielsweise bei benötigten Substanzen zur Herstellung von Rauschgift – allerdings nur in einem kleinen Ausmaß, so der Interpol-Generalsekretär.

Cyberkriminalität besonders im Blick

Kriminelle nutzen Stock zufolge auch im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern nun noch stärker das Internet. Wegen der Reiseeinschränkungen würden Taten beispielsweise vermehrt live gestreamt. Interpol habe für die Verfolgung dieser Taten eine spezielle Gruppe eingerichtet. Das Thema erhalte auch bei der Zusammenarbeit mit den einzelnen Mitgliedsstaaten große Beachtung, betonte Stock.

Die Polizeiorganisation richtet nach Angaben des Generalsekretärs die Aufmerksamkeit derzeit auch besonders auf den Bereich der Cyberkriminalität. Er gehe davon aus, dass die Zahlen in diesem Bereich signifikant ansteigen werden. Dadurch, dass vorerst viele Menschen von Zuhause aus arbeiten, gebe es mehr Gelegenheiten, um beispielsweise in Rechner einzudringen und an wertvolle Daten zu gelangen, erklärte Stock. Interpol habe für das Thema Cybersecurity Experten-Gruppen und arbeite eng mit der Privatindustrie zusammen, erklärte der Generalsekretär.

Die Pandemie könne sich langfristig auf die weltweite Kriminalität auswirken, erklärte Stock – entscheidend sei dafür die wirtschaftliche Lage. Verlieren die Menschen wegen der ökonomischen Schwierigkeiten ihren Job, werde das auch einen Einfluss auf die Kriminalität haben, wie Stock sagte. "Die Menschen werden sich neue Einkommensquellen illegaler Art erschließen."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
CoronavirusImpfstoffKriminalitätPolizei
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website